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2014 Kategorie "Wirtschaft und Innovation"

Märkische Scholle Wohnungsunternehmen eG

"Sanierung der Gartenstadt Lichterfelde Süd: sozialverträglich, energieeffizient, generationengerecht"

Die Wohnungsbaugenossenschaft "Märkische Scholle" hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Ihre größte Wohnanlage, die Gartenstadt Lichterfelde Süd wird seit Beginn 2014 unter dem Motto "sozialverträglich, energieeffizient, generationengerecht" umfangreich saniert. Das Wohngebiet umfasst entlang des Ostpreußendamms, kurz vor der Stadtgrenze zu Teltow, 841 Wohnungen aus den 30er und 60er Jahren mit insgesamt 47.000 Quadratmetern Wohnfläche – verteilt auf 116 Hausaufgänge.

Seit ihrem Bau wurden die Wohnungen noch nicht umfassend saniert, was sich in überdurchschnittlich hohen Instandhaltungskosten und einem sehr hohen Heizwärmeverbrauch zeigte. Die Häuser waren regelrechte Energiefresser! Für eine komplette Sanierung sprachen außerdem kleine, schlecht an Familien vermittelbare Wohnungen und kaum vorhandene altersgerechte Wohnungen. Knapp die Hälfte der Mitglieder ist 65 Jahre und älter.

Oberste Priorität: Energieeffizienz und Umweltschutz

Ziele der Sanierung waren und sind der Erhalt der Bausubstanz, die Bestandssanierung und -aufwertung, die Nutzung regenerativer Energien und die energetische Aufwertung sowie die Schaffung altersgerechter und familiengerechter Wohnungen. In Zuge der Sanierung werden Fassaden und Kellerdecken gedämmt, thermische Solaranlagen, Pufferspeicher, Photovoltaikanlagen, Abluftwärmepumpen, solare Langzeitwärme­speicher, Energiezentralen, Hauswasserstationen und Lüftungsanlagen installiert.

Da Energieeffizienz und Umweltschutz auf der technischen Prioritätenliste an erster Stelle steht, zog die Genossenschaft das Berliner Ingenieurbüro eZeit Ingenieure GmbH hinzu. Gemeinsam mit der Märkischen Scholle erarbeitete das Team aus Architekten und Ingenieuren ein ganzheitliches Energie- und Umsetzungskonzept für die Sanierung der Wohnanlage.

Die Energie für die Gebäude stammt zukünftig primär aus Solaranlagen und aus der Wärmerückgewinnung aus der Abluft, zum Beispiel aus Duschen, aus Abwärme von Geräten, Bewohnern und Beleuchtung, aber auch aus passiver Sonneneinstrahlung, die den Wohnraum durch die Fenster und das Gemäuer erwärmt. Im Mittelpunkt des Konzepts stehen der eTank Erdwärmespeicher, der auch als geothermische Quelle genutzt wird, sowie ein Dynamischer Energiemanager, der Energie, wenn sie nicht umgehend benötigt wird, im Boden neben dem Haus zwischengespeichert und von dort bei Bedarf wieder als Wärme in die Gebäude zurückgeleitet wird.

Konstante Mietkosten dank Energiekonzept

Der Vorteil für die Mieter liegt klar auf der Hand. Der Großteil ihrer Energiekosten wird in Zukunft wegfallen. Durch die fast vollständige Unabhängigkeit von Strom- und Energielieferungen sind die Mitglieder zudem kaum mehr von steigenden Energiepreisen betroffen. Dank des Energiekonzepts wird die neue Warmmiete der bisherigen Warmmiete nahezu entsprechen.

Neuer Wohnraum ohne Flächenversiegelung

Zusätzlich zur Bestandssanierung wird neuer Wohnraum ohne zusätzliche Flächenversieglung geschaffen. Neben dem Neubau von Häusern, die alte, aus Sanierungssicht unwirtschaftliche Gebäude ersetzen, werden die Dachgeschosse der 30er-Jahre-Gebäude ausgebaut, in denen familienfreundlich große und barrierefreie Wohnungen entstehen.

Zur sozial verträglichen Sanierung gehören auch eine gute Kommunikationsstrategie und ein umfassendes Umzugsmanagement. Alle Mieter wurden rechtzeitig ein Jahr vor Baubeginn informiert, ein Sanierungsbeirat unter Mitgliederbeteiligung gegründet, Sanierungsrundbriefe zum aktuellen Sanierungsstand versandt, ein Sanierungsbüro für alle Fragen rund um die Sanierung eingerichtet, Umsetzwohnungen angeboten und Umzüge organisiert.

Begründung der Jury

Die Jury zeichnet das Sanierungsprojekt Gartenstadt Lichterfelde Süd der Märkische Scholle Wohnungsunternehmen eG aus, weil es in herausragender Weise für das Wettbewerbsmotto „Stadt der Zukunft“ steht. Es zeigt, wie die Herausforderung ressourcenschonendes Wohnen sozial gestaltet werden kann. Die Genossenschaft erhält und wertet ihren Hausbestand auf, ausgerichtet auf die veränderten Bedürfnisse der jetzigen und zukünftigen Mitglieder. Innovative Lösungen und technische Kombinationen, entwickelt von den eZeit Ingenieuren, hat sie nicht gescheut, die Warmwasserversorgung und die Heizwärme werden autark mit regenerativen Energien und über Wärmerückgewinnung gedeckt. Darüber hinaus baut sie noch zusätzliche Wohnungen im Bestand. Das Sanierungsprojekt der Märkische Scholle Wohnungsunternehmen eG ist ein wegweisendes Beispiel für die Zukunft Berlins als lebenswerte Stadt für alle.

Märkische Scholle
Wohnungsunternehmen eG
Öffentlichkeitsarbeit: Dirk Lausch
Telefon: (030) 89 60 08 37
dlausch [at] maerkische-scholle.de
www.maerkische-scholle.de




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