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Solidarische Landwirtschaft

Foto: Alice Popkorn/flickr.com

Das Prinzip ist einfach: eine Gruppe von Menschen legt zusammen und bezahlt einem Bauernhof die Produktionskosten. Im Gegenzug erhält die Gruppe die Ernte. Davon profitieren beide Seiten: während der Hof garantierte Abnehmer hat sowie eine Vorfinanzierung erhält, bekommen die Teilhaber maximale Transparenz über die Herkunft ihrer Lebensmittel und häufig auch ein gewisses Mitspracherecht.
Weitere Infos: www.solidarische-landwirtschaft.org

Solidarische Landwirtschaft in und um Berlin

Berliner mit regionalen Lebensmitteln versorgen und gleichzeitig alternative Formen der Landwirtschaft in Brandenburg etablieren – darum geht es der Genossenschaft i.G. „Ökonauten“.                                                                                                          Näheres finden Sie hier: www.oekonauten-eg.de

Auch die Initiative Kiez & Land bietet Menschen aus Berlin an zwei Abholstellen - in Schöneberg und Treptow - Gemüse aus der Region nach dem Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft an. Die Mitglieder der Initiative erfreuen sich an einem umfangreichen und außergewöhnlichen Gemüsesortiment, denn der Bäuerin ist der Erhalt alter Sorten ein besonderes Anliegen. Weiterführende Infos gibt es unter: kiezundland.de."


Gärtnern in der Stadt

Urbane Gärten auf der Tempelhofer Freiheit - Foto: onnola/flickr.com

Auch Großstädter wollen mal im Grünen sitzen und sich die Hände im Beet schmutzig machen. Raus aus dem grauen Smog der Innenstadt und ab auf den Acker, Landluft schnuppern – aber möglichst ohne weite Wege zurück- legen zu müssen. Urban Gardening wird immer beliebter und auch in Berlin ist das Angebot in den letzten Jahren stark gewach- sen. Eine Übersicht über die verschiedenen Gärten findet man auf
Stadtacker.net.
    
Wer zwar große Lust hat, mal selbst angebaute Gurken zu ernten, aber eigentlich keine Ahnung von der Sache hat, für den könnte ein Mietbeet das richtige sein. Für eine Saison, meist von Anfang Mai bis Ende Oktober, kann man ein Beet hegen und pflegen und natürlich frisches Gemüse und Obst ernten. Angepflanzt wurde alles bereits von fachmännischer Hand – allzu viel kann man also nicht falsch machen. Außerdem stehen einem auch stets erfahrene Profis mit Rat und Tat zur Seite. Je nach Größe der gemieteten Parzelle variiert der Preis – ein relativ kleines Beet von 45 qm kostet etwa 200 Euro für die gesamte Saison. Das klingt gut? Dann schauen Sie sich doch mal auf den Seiten von „meine Ernte“ oder „Bauerngarten“ um.


Vegetarismus und Veganismus

Auch ohne Tier lecker: vegane Pizza - Foto: avry/flickr.com

In einer Diskussion um BIO-Produkte fallen immer auch Begriffe wie Vegetarismus oder Veganismus. Muss das eigentlich zwangsläufig so sein? Die klare Antwort darauf lautet: Nein. Aus Umwelt- und Naturschutzsicht mag BIO allein vielleicht noch nicht total perfekt und ein Verzicht auf Fleisch (Vegetarismus) oder gänzlich auf Produkte tierischer Herkunft (Veganismus) in der Ernährung die konsequente Fortführung hin zu einer besseren Welt sein. Genau genommen aber können Vegetarismus / Veganismus auch ohne die Verwendung von BIO praktiziert werden.

Gerade in der “Trendmaschine” Berlin, wo vieles einfach auch mal nur Modeerscheinung ist und so schnell geht wie es gekommen ist, sehen sich auch Dinge wie Vegetarismus/Veganismus dem Verdacht ausgesetzt, nur für einen kurzen Moment mal eben “chic” zu sein - ohne großen Anspruch. Vegetarismus/Veganismus würde man jedoch damit nicht gerecht werden. Hier entscheiden sich Menschen bewusst für Verzicht. Das tun sie zum einen aus gesundheitlichen Aspekten und zum anderen aus einer Überzeugung heraus: Nämlich, durch einen Verzicht auf tierische Produkte Umwelt und Natur zu schonen. In Deutschland ist tierquälerische Massentierhaltung leider immer noch wesentliche Grundlage für Fleischproduktion und auch weltweit Ausgangspunkt für viele andere tierische Produkte, die in unseren Alltag Eingang finden, ohne dass es uns teilweise bewusst ist. Von den negativen Auswirkungen durch die Massentierhaltung auf Umwelt und Natur mal ganz abgesehen.

Insofern ist ein Leben ohne Fleisch/ohne tierische Produkte schon sehr konsequent und verdient allen Respekt, weil darüber eine sehr bewusste Auseinandersetzung mit Themen wie Ernährung und Produktion von Lebensmitteln erfolgt. Wer auf einen Blick sehen möchte, wie sich eine Reduzierung des eigenen Fleischkonsums auswirken würde, kann das mit dem „Fleischrechner“ tun.


Es muss ja nicht gleich der komplette Verzicht sein - über den Kauf von BIO-Produkten findet man einen leichten Einstieg, um auch als Otto-Normalverbraucher ein Wörtchen bei der Qualität unserer Lebensmittel und den Rahmenbedingungen ihrer Herstellung mitzureden.

Weitere Infos:
www.berlin-vegan.de
www.vegetarisch-in-berlin.de


Problem Lebensmittelverschwendung

Wäre ohne foodsharing in der Tonne gelandet. Foto: Oliver Hallmann/flickr.com

82 Kilo pro Jahr – so viel Lebensmittel wirft jeder Deutsche im Durchschnitt weg. Dabei ist das meiste davon in der Regel noch absolut genießbar. Doch häufig sind wir uns nicht mehr sicher, wie lang etwa der Joghurt schon im Kühlschrank steht oder wir lassen uns durch Mindesthaltbarkeitsdaten zum Gang zur Tonne verleiten, obwohl Produkte meist weit über dieses Datum hinaus gut sind. Angesichts von Welthunger und Mangelernährung ist die Verschwendung von Lebensmitteln ein ernst zu nehmendes Problem.
Die Bundesregierung hat durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Kampagne „Zu gut für die Tonne“ gestartet, um auf die Problematik aufmerksam zu machen und Verbrauchern zu helfen, weniger wegzuschmeißen. Auf unserer Seite zur Abfallwirtschaft finden Sie außerdem viele weitere Infos rund um das Thema Abfallvermeidung und -beratung.

Foodsharing

Um Überproduktion und Verschwendung von Lebensmitteln entgegenzuwirken, ist außerdem das sogenannte „foodsharing“ entstanden. Tausende Ehrenamtliche in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Niederlande und Lichtenstein haben sich mittlerweile unter dem gleichnamigen Verein zusammen gefunden. Auf der Internetplattform können Privatleute, Firmen und Vereine überschüssige Lebensmittel zum Abholen anbieten.
Gerade große Supermarktketten schmeißen tonnenweise gute Lebensmittel weg, um ihren Kunden ausschließlich frischeste und formschönste Ware anzubieten. Häufig wird zum Beispiel Joghurt bereits Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums aus den Regalen geräumt. Aus diesem Grund gehen „foodsaver“ noch einen Schritt weiter und setzen sich mit Supermärkten in Verbindung und bieten an, den „Abfall“ kostenfrei anzuholen. Das so gerettete Essen wird dann an die eigenen Mitglieder und an Tafeln verteilt.
Weitere Informationen finden Sie hier: www.foodsharing.de

Nicht schön genug für den Supermarkt

Vieles landet aber gar nicht erst in unseren Einkaufstüten, weil es nicht „hübsch“ genug aussieht. Obst und Gemüse muss strengsten Normen entsprechen, um überhaupt den Weg in den Supermarkt zu finden. Form, Farbe und Größe sind genauestens bestimmt. Bei der Kartoffelernte bleiben so rund ein Drittel der Ernte unberührt und zum Verderb freigegeben liegen, weil das Gemüse weder zu groß noch zu klein sein darf. Um dem entgegenzuwirken, gibt es Initiativen wie zum Beispiel CulinARy MiSfiTS. Regionalen Bauernhöfen wird das sonst „unverkäufliche“ und knubbelige Gemüse abgenommen und nicht nur verarbeitet, sondern geradezu zelebriert.

Wer sich für das Problem der Lebensmittelverschwendung interessiert, dem sei außerdem die eindrucksvolle Dokumentation „Taste the Waste“ empfohlen.


Fairtrade

Gerade in Entwicklungsländern mĂĽssen Arbeiter fĂĽr unser Essen nicht selten zu unmenschlichen Bedingungen schuften. Ein bezeichnendes Beispiel hierfĂĽr ist etwa Schokolade. Nur wenige wissen, dass bei der Ernte der Kakaobohnen in Afrika oft Kindersklaven eingesetzt werden. Die ARD hat zu diesem Thema die Dokumentation „Schmutzige Schokolade“ produziert.   
Durch gerechten Handel und faire Arbeitsverhältnisse unterstützen Fairtrade-Produkte die Erzeuger in Entwicklungsländern. Trägt eine Ware das bekannte Fairtrade-Siegel, kann sich man als Verbraucher darauf verlassen, dass diese unter fairen Bedingungen hergestellt wurde.
Weitere Infos: www.fairtrade-deutschland.de

Foto: TransFair e.V./Miriam Ersch


Unterzeichen Sie fĂĽr gutes Trinkwasser und eine saubere Spree!

Foto: Marco Clausen

Der BUND Berlin trauert um Frau Gerda Münnich, die am 12. April 2017 im Alter von 78 Jahren gestorben ist. Sie war u. a. Mitbegründerin des Arbeitskreises Naturschutz Interkulturell und langjährige Mitstreiterin im Arbeitskreis Stadtnaturschutz des BUND Berlin.

Berlin durch Gärtnern zu erobern und Menschen Lust auf gemeinsames Gärtnern zu machen – dies trieb sie an. UnermĂĽdlich warb sie fĂĽr die Idee der Gemeinschaftsgärten in der Stadt als soziale und ökologische Begegnungsstätten fĂĽr die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen. Soziales Handeln, Umweltschutz, Teilhabe …. dies gehörte fĂĽr Sie immer zusammen. Interkulturell und bunt sollte es sein!  Ein kleiner Garten als groĂźes Weltmodell. Der Traum einer Realistin.

Gerda Münnich war eine Unermüdliche und manchmal auch sanft Drängende.

Wir werden Sie sehr vermissen und sprechen Ihrer Familie unser tief empfundenes Beileid aus.

Gesichertes Online-Spendenformular (Bank fĂĽr Sozialwirtschaft)
©Peter von Bechen/pixelio.de

Lebensmittel retten


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