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Am Hundekopf wird es deutlich

Der Senat wirbt mit der "grĂŒnen Metropole"; ihr Mehrwert ist zwar unstrittig  und es wurden in den letzten Jahren viele Programme und PlĂ€ne beschlossen um, den Erhalt dieser FlĂ€chen zu garantieren,  jedoch - in der Praxis greifen diese nicht.

WĂ€hrend berlinweit die Debatte um die großen Bauvorhaben von Lichterfelde SĂŒd bis Elisabethaue in Pankow, der Kolonie Oeynhausen in Wilmersdorf bis zum ehemaligen Rangierbahnhof  in Köpenick gefĂŒhrt und dabei um viele unverbaute Hektar gerungen wird, werden unzĂ€hlige kleinere und auch grĂ¶ĂŸere GrundstĂŒcke versiegelt. Jedes dieser  Vorhaben wird fĂŒr sich wie eine Briefmarke betrachtet, ohne dass die ĂŒbergeordneten  Belange wie Stadtklima, Erholung, Natur und Umwelt im Zusammenhang berĂŒcksichtigt werden.

Um einen Einblick zu vermitteln, wie sich die umgesetzten und kommenden BautĂ€tigkeiten auf die Stadt auswirken werden und welche Probleme es bei der Sicherung der grĂŒnen FreiflĂ€chen gibt, hat die Arbeitsgruppe Immer.GrĂŒn ein exemplarisches Gebiet unter die Lupe genommen, an dem sich viele
Fehlentwicklungen seit dem Mauerfall aufzeigen lassen. Dabei wird nicht jedes Bauvorhaben  kritisiert, sondern es soll aufgezeigt werden, wie sich die Summe der BautĂ€tigkeiten auf einen Stadtteil auswirkt. Das Lupengebiet umfasst den Ortsteil Alt-Treptow in Treptow-Köpenick und seine Umgebung und liegt ĂŒberwiegend im sogenannten "Hundekopf' -zwischen Spree, Landwehrkanal,
Neuköllner Schifffahrtskanal und Treptower Park.


WĂ€hrend im sĂŒdlichen, dem Neuköllner Teil der Lupenbetrachtung, die vereinzelten BaulĂŒcken geschlossen werden konnten, wurde und wird entlang des ehemaligen Mauerstreifens und auf den BahnrandflĂ€chen fleißig gebaut, auch zwischen den einzelnen Wohnblöcken wird nachverdichtet. Die vielfĂ€ltigen und fußlĂ€ufig erreichbaren Kleingartenanlagen nördlich der Kietholzstraße sind ungesichert: Sie wurden bereits fĂŒr die Trasse der A 100 aufgelöst oder sollen auf absehbare Zeit verloren gehen. Von den 20 grĂ¶ĂŸeren und kleineren Kleingartenanlagen in dem Gebiet ist nur eine direkt durch den FlĂ€chennutzungsplan gesichert.

Das Gebiet gilt aktuell mit  öffentlichen wohnungsnahen GrĂŒnanlagen. als "schlecht" oder gar "nicht versorgt". Der Anteil an privaten bzw. halböffentlichen  FreirĂ€umen wird mit "gering" bis "mittel" bewertet. Der Verlust der Kleingartenanlagen und weiterer grĂŒnen FreiflĂ€chen wird dazu fĂŒhren, dass sich der Nutzungsdruck auf die GrĂŒnanlagen  im Treptower Park, Schlesischem Busch, Görlitzer Park und den Ufern entlang des Landwehrkanals und der Spree verstĂ€rken wird. Bereits jetzt sind diese stark ĂŒbernutzt, auf vielen RasenflĂ€chen wĂ€chst zum Sommeranfang kein Halm mehr.
Die Folgen werden höhere Pflegekosten und ein Verlust an Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten sein.
Auch die LebensrĂ€ume fĂŒr Vögel und SĂ€ugetiere in diesen GrĂŒnanlagen werden gravierend abnehmen - eine Verarmung der Stadtnatur zeichnet sich ab.

Auch wenn das Gebiet mit der NĂ€he zur Spree und dem Treptower Park klimatisch viele Vorteile gegenĂŒber anderen Kiezen hat, zeichnen sichjetzt erhebliche Probleme ab. In den Planungshinweisen fĂŒr das Stadtklima wird das Gebiet grĂ¶ĂŸtenteils  als "weniger gĂŒnstig" bis "ungĂŒnstig" beurteilt. Als fĂŒr das Stadtklima gĂŒnstig beurteilte FlĂ€chen sind nur noch in der NĂ€he der GrĂŒnanlagen zu finden und werden aktuell ganz oder teilweise bebaut. Der Verlust von grĂŒnen FreiflĂ€chen verhindert die Entstehung von Kaltluft. Der LĂŒckenschluss mit Baukörpern verhindert den Frischluftaustausch. Bis 2070 wird fĂŒr die Wohngebiete sĂŒdlich der Kiefholzstraße eine Verdoppelung der TropennĂ€chte prognostiziert. In dieser Vorhersage sind zukĂŒnftige Bauvorhaben  noch nicht berĂŒcksichtigt. Fatal ist, dass diese davon ausgeht, dass der Bestand an grĂŒnen FreiflĂ€chen so erhalten bleibt, wie er jetzt ist.

Die in mehreren Programmen als wichtig beschriebenen, Biotopverbindungen  werden unterbrochen, die verbleibenden  Reste stark verdĂŒnnt. Damit Tiere und Pflanzen in der Stadt gesund ĂŒberleben können, brauchen sie Korridore fĂŒr den Austausch der Populationen. Vor allem wenn ihre LebensrĂ€ume schrumpfen, mĂŒssen sie sich ihre Nischen suchen können. Doch diese bedeutenden FlĂ€chen, auf welche Tiere und Pflanzen ausweichen könnten, nehmen bedrohlich ab. Die entsprechenden Gutachten betrachten  immer nur den Ist-Zustand.  Wird eine ErsatzflĂ€che gefunden, ist es oft nur eine Frage der Zeit, bis auch diese "unter den Kran" kommt.

Welche Entwicklungen das Gebiet noch nehmen wird, lĂ€sst sich schwer absehen. Viele der beschriebenen Folgen waren vorhersehbar. Im FlĂ€chennutzungsplan, im Landschafts- und Artenschutzprogramm im Stadtentwicklungsplan Klima (StEP Klima) waren Gegenmaßnahmen vorgesehen oder zumindest Problemstellungen angemahnt. Jedoch fanden diese keine oder nur geringe BerĂŒcksichtigung bei der Entwicklung des Gebietes. In einer kleinteiliger Stadtentwicklung a la kleine Briefmarke wird das zerstört, was große PlĂ€ne sichern sollten. Da diese sich in der Praxis als keine verlĂ€ssliche und verbindliche Planungsgrundlage darstellen, zeichnet sich ein weiterer Verlust der grĂŒnen FreiflĂ€chen ab. Wenn in der "grĂŒnen Metropole", der wachsenden  Stadt Berlin ein Mindestmaß an QualitĂ€t fĂŒr Erholung, Stadtklima und -natur erhalten bleiben soll, benötigt dies ein verlĂ€ssliches  und dauerhaftes Sicherungsprogramm  fĂŒr die grĂŒnen FreiflĂ€chen.

Ausgangslage

Das untersuchte  Gebiet umfasst den Ortsteil Alt-Treptow und seine Umgebung und liegt zwischen Spree, Landwehrkanal, Neuköllner Schifffahrtskanal und Treptower Park. Vor der Teilung Berlins war es gekennzeichnet durch eine Mischung aus Industrie- und Gewerbeanlagen entlang der Spree,
Bahnanlagen  in der Mitte, sowie WohngebĂ€uden  im sĂŒdwestlichen Teil. Auch gab es noch Relikte einer lĂ€ndlichen  Nutzung wie Ga1tenbaubetriebe, ein Forsthaus und grĂŒne FreiflĂ€chen.

Obwohl die Mauer quer durch das Gebiet verlief, hat sich nach der Wende wenig an dieser Struktur verĂ€ndert. Teile der alten Fabriken an der Spree wurden revitalisiert und werden mittlerweile als BĂŒrogebĂ€ude oder fĂŒr Kulturzwecke genutzt, aber auch fertigende Industrie existiert noch vor Ort.
Nach SĂŒden und Westen hin gibt es ĂŒberwiegend Wohngebiete mit Einzelhandel. Die Einwohnerentwicklung  wird fĂŒr die letzten Jahre als stĂ€rker zuwachsend (mehr als 4 Prozent) beschrieben.

Die Darstellung in den Bildern zeigt weitestgehend alle BautĂ€tigkeiten der letzten Jahre sowie zukĂŒnftige Vorhaben, welche jetzt absehbar sind. Nicht berĂŒcksichtigt  wurden Bauvorhaben auf FlĂ€chen, welche schon lange versiegelt waren und nicht "brach lagen". Die grĂŒnen FreiflĂ€chen fĂŒr deren Schutz sich Immer.GrĂŒn einsetzt sind mit einer Umrandung markiert.

Erholung

Insbesondere die Wohngebiete zum Landwehr- und Ireprower  Schifffahrtskanal werden als "schlecht" oder gar "nicht versorgt" eingeschĂ€tzt. Lediglich die Blöcke entlang der ParkflĂ€chen werden als "versorgt" angesehen. Dabei wird nicht der Aspekt berĂŒcksichtigt, dass der Druck auf diese Anlagen zunehmen  wird. Eine ausreichende Versorgung darf nicht nur durch Erreichbarkeil bewertet werden.

FlÀchenentwicklung und Stadtklima

Von den wenigen stadtklimatisch  als "gĂŒnstig" eingestuften FlĂ€chen liegen die meisten in dem Mischgebiet in der NĂ€he des Treptower Parks und nur wenige in der NĂ€he der Wohngebiete. Die klimatisch gĂŒnstigen FlĂ€chen in den Wohngebieten (NĂ€he Schmollerplatz, entlang des ehemaligen
Görlitzer Bahndamms) sind bereits oder werden perspektivisch bebaut. Der Verlust der Kleingartenanlagen ist demnach fĂŒr die Menschen auch ein Verlust klimatisch erholsamer RĂŒckzugsrĂ€ume.

Die optimale Schlaftemperatur betrĂ€gt 16-18 Grad. In großen Teilen des Gebiets liegt sie in der modellierten Sommernacht bei 18-19 Grad, also schon heute leicht darĂŒber. Die Anzahl der TropennĂ€chte mit Temperaturen ĂŒber 20 Grad liegt derzeit bei 8- 12. Bis zum Jahr 2070 wird eine Verdoppelung der TropennĂ€chte prognostiziert. Dabei werden zukĂŒnftige Bebauungen, selbst
Planungsverfahren aus diesem Zeitraum mit absehbarer Verdichtung, (Straßen-) BaumfĂ€llungen oder weiterer Verlust von GrĂŒnflĂ€chen nicht berĂŒcksichtigt. Ein Klimamodell, welches alle Planungen integriert, ist dringend erforderlich.


                                                           2011 - 2040                         2041 - 2070


Naturschutz:

Die verlorenen Biotope auf den sukzessiv bebauten FlĂ€chen umfassen zu großen Teilen die Kleingarlenanlagen, sowie ruderale Pionier-, Gras-, und Staudenlluren. Sie sind Lebensraum fĂŒr viele GebĂŒsch-, Boden- und HalbhöhlenbrĂŒter. Immer, wenn eine FlĂ€che bebaut wurde,sollten die verbleibenden als Ersatzlebensraum herhalten. Ohne eine FlĂ€chensicherung  wird auf diese Weise der Bestand stetig dezimiert.

Die Bebauung der BahnrandflĂ€chen  und der Verlust der Kleingartenanlagen  wird die, fĂŒr den Erhalt der Populationen  notwendigen, Biotopverbindungen  erheblich verschmĂ€lem. Der Bau der A 100 wird den verbleibenden Korridor sogar vollstĂ€ndig unterbrechen. Dies betrifft insbesondere zwei Zielarten des Berliner Biotopverbundes: die BlauHĂŒgelige Ödlandschrecke und die Zauneidechse. Der Nutzen des Ersatzhabitats fĂŒr die A100-Zauneidechsen wird durch den Bau völlig konterkariert. Auch wenn diese Biotopverbindungen im Landschaftsprogramm ursprĂŒnglich  geschĂŒtzt werden sollten, ist die Ausnahme fĂŒr eine NutzungsĂ€nderung gemĂ€ĂŸ FlĂ€chennutzungsplan im LaPro schon vorgemerkt.

Planungsinstrumente

In dem Untersuchungsgebiet  sind in den letzten Jahren viele der Bauvorhaben nach § 34 BauGB durchgefĂŒhrt  worden. Diese Regelung sieht vor, dass Bauvorhaben zuHissig sind, wenn sie sich nach Art und Maß der hauliehen Nutzung, der Bauweise und der GrundstĂŒcksfl;jche in "die Eigenart der n iheren Umgehung" einfĂŒgen. Es wird davon ausgegangen, dass wenn sich diese Bauvorhaben in die Umgehung einfĂŒgen, eine weitere PrĂŒfung der Auswirkungen auf Natur, Umwelt, Erholung und Stadtklima nur geringfĂŒgig nötig ist.
Um komplexere ZusammenhĂ€nge  zu planen, gibt es die Instrumente  der Bauleitplanung. Diese gliedert sich in ein zweistufiges Verfahren: Den FlĂ€chennutzungsplan, welcher die Nutzung der einzelnen FlĂ€chen grob abbildet und den Bebauungsplan, welcher die Nutzung flĂ€chenscharf darstellt.

FlÀchennutzungsplan

Im FlÀchennutzungsplan (FNP) werden Misch-, Wohn- und Gewerbegebiete ausgewiesen. AuchFreiflÀchen, Kleingartenanlagen oder SportplÀtze können mit ihm dargestellt werden.

Die Kleingartenanlage Loraberg ist im FNP gesichert, die nebenan liegenden
Kleingartenanlagen Harztal, Weidental, Wilde Rose und Petersbaude hingegen nur indirekt - als FreiflĂ€che fĂŒr sportliche Nutzung. Die GrĂŒnanlagen Treptower Park, Schlesischer Busch und ehemaliger Görlitzer Bahndamm sind als GrĂŒnflĂ€che eingezeichnet, der Schmoller- und , Wildenbruchplatz  und noch kleineren nicht. Alle GewĂ€sserufer sind als GrĂŒnflĂ€che eingezeichnet;
auch wenn es keine gewidmeten GrĂŒnanlagen sind wie z. B. das Ufer des Neuköllner Schifffahrtskanas.

Da der FNP vom Maßstab her die Nutzung der einzelnen FlĂ€chen nicht flĂ€chenscharf abbilden kann, gibt es hierfĂŒr auch Ausnahmen. Vorhaben kleiner als 3 Hektar können von der im FNP beschrieben  Nutzung abweichen. FĂŒr Vorhaben, welche  eine grĂ¶ĂŸere FlĂ€che in Anspruch nehmen, kann der FNP geĂ€ndert werden. Seit Verabschiedung durch das Abgeordnetenhaus im
Jahre 1994 ist der FNP mindestens 199 Mal geÀndert worden.

Dem FNP steht das Landschafts- und Artenschutzprogramm (LaPro) zur Seite. In verschiedenen ProgrammplĂ€nen sollen die nicht vomFNP berĂŒcksichtigen Ziele des Natur- und Umweltschutzes wahrgenommen und einbezogen
werden. Jedoch ist in ihnen den WidersprĂŒchen zum FNP teilweise Rechnung getragen. Die Gebiete fĂŒr die Änderungen gemĂ€ĂŸ FNP vorgesehen sind, sind schon markiert (siehe Punkt Naturschutz).

BebauungplÀne

In BebauungsplĂ€nen wird die Nutzung eines Gebietes verbindlich vorgeschrieben und erlauben, die Planung fĂŒr viele kleinteilige FlĂ€chen im Zusammenhang zu betrachten. Eigentlich sollen BebauungsplĂ€ne die Entwicklung eines Gebiets unter BerĂŒcksichtigung aller Belange steuern.


Wenn jedoch kein Bebauungsplan  aufgestellt wurde kann innerhalb des Siedlungsgebietes nach § 34 BauGB gebaut werden. So sind z. B. der Schluss der BaulĂŒcken und die Nachverdichtungen rund um den Schmollerplatz ohne BebauungsplĂ€ne durchgefĂŒhrt  worden. Auch kann zwar eine Bebauungsplanung mit bestimmten Zielsetzungen aufgestellt, jedoch nie weitergefĂŒhrt und festgesetzt werden. FĂŒr die wichtigen Biotopverbindungen  unterhalb des Bahndamms ist schon seit 1994 ein Bebauungsplan  im Verfahren. Schlussendlich wurde die FlĂ€che nach §34 BauGB bebaut.

Ein aufgestellter  und festgesetzter Bebauungsplan  bedeutet aber nicht automatisch, dass alle Belange berĂŒcksichtigt wurden. So sind auch die Supermarkt-Flachbauten mit ĂŒberdimensionierten ParkplĂ€tzen ohne jede Wohnbebauung und nachhaltige  Freiraumplanung ein Ergebnis eines Bebauungsplanes.

StEP Klima

Der Stadtentwicklungsplan Klima sieht diverse MĂ€ĂŸnahmen fĂŒr eine Abmilderung der zu erwartenden negativen Folgen des Klimawandels vor. Jedoch ist er so grob im Maßstab, dass er nur bedingt zur Anwendung geeignet ist. Das Untersuchungsgebiet lĂ€sst sich nur ausmachen, da die Halbinsel Stralau
zwischen Sprce und Rummelsburger Bucht keinen Maßnahmen unterliegt und in dem grob verpixcltcn Plan gut zu erkennen ist.

Was bedeutet das  fĂŒr Berlin?

Es zeigt sich, dass bei den aktuellen BautĂ€tigkeiten gar nicht  oder nur sehr einseitig ĂŒbergeordnet geplant  wird. Bei all den, möglichst  schnell zu realisierenden, Wohnungsneubauten, Gewerbestandorten und Infrastruktur vernachlĂ€ssigt das Land Berlin seine Steuerungsaufgaben oder setzt falsche PrioritĂ€ten. Bezahlbarer  Wohnraum ist ohne Frage wichtig. Die Forderungen der AG Jmmer.GrĂŒn richtet sich nicht gegen Neubau. Berlin ist eine Großstadt,  welche hoffentlich immer weiter entwickeln wird. Die "wachsende Stadt"  muss dabei den Erhalt der derzeit vorhandenen QualitĂ€ten  berĂŒcksichtigen und ihrem Image und Wertigkeiten gerecht  zu werden. Die Auswirkungen einer ĂŒbereilten  Wachstumspolitik könnten jedoch verheerend sein.

Die LebensqualitĂ€ten der "grĂŒnen Metropole", die vielen GrĂŒnanlagen und Ruheorte  im hektischen GetĂŒmmel, die Vielfalt der grĂŒnen FreiflĂ€chen, welche zum Bewegen und Verweilen einladen, werden abnehmen. Noch ist Berlin ein Hotspot  der Artenvielfalt. Viele Tier- und Pflanzenarten, welche sich in den letzten  Jahren  hier etabliert  haben,  werden  es in Zukunft schwer  haben. Die Schließung der BaulĂŒcken lĂ€uft  dem Ziel der Berliner Strategie  zur biologischen Vielfalt, die  sogenannte "urbane Wildnis" und deren Arten zu schĂŒtzen, entgegen. Die Auswirkungen einer in den Sommermonaten immer heißer werdenden Stadt sind nicht absehbar. So wirkungslos wie die
Sicherungsinstrumente sind, ist eine verlĂ€ssliche Prognose nicht möglich. Aber bereits jetzt sind die Vorhersagen erschreckend - fĂŒr Berlin, die LebensqualitĂ€t seiner Bewohner und die Stadtnatur.

Quellen:

Senatsverwaltung fĂŒr Stadtentwicklung und Umwelt
Umweltatlas Berlin / FlÀchennutzung, Stadtstruktur und Versiegelung 2010 (verÀndert);

Umweltatlas Berlin / Reale Nutzung und Vegetationsbedeckung, PDF-Karte, Ausgabe 2015 (verÀndert);

Umweltatlas Berlin /Versorgung mit öffentlichen, wohnungsnahen GrĂŒnanlagen, Ausgabe 2013 (verĂ€ndert);

Umweltatlas Berlin / Planungshinweise Stadtklima Hauptkarte 2015 (verÀndert);

Umweltatlas Berlin / Klimamodell Berlin: Entwicklung der Anzahl der TropennÀchte in der Zukunft 2015 (verÀndert);

Umweltatlas Berlin / Erholung und Freiraumnutzung 2015 (verÀndert);
FNP / aktuelle Arbeitskarte (verÀndert);

BebauungsplÀne, vorhabenbezogene BebauungsplÀne (Geltungsbereiche) (verÀndert);

StEP Klima / Analysekarte Bio-Klima WĂ€rmebelastung bei Nacht, heute und kĂŒnftig (verĂ€ndert);


Luftbild: (c) 2015 Google, Digital Globe



Kontakt:

Christian Hönig

Telefon:
(030) 78 79 00-58

E-Mailt: hoenig[at]bund-berlin.de

Vortrag/Diskussion in der Urania

Mo., 21.11.16, 19:30 - 21:00 Uhr

STADT IM GESPRÄCH – BERLIN IM WANDEL

Berlin wÀchst: Gibt es Tabu-FlÀchen des Stadtwachstums?

Unterzeichner des Aufrufs IMMER.GRÜN


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