BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Für lebendige Flüsse und saubere Gewässer

© BUND Berlin

Berlin ist vom Wasser geprägt: Kanäle und Flüsse durchziehen die Stadt. Ausflugsdampfer, Boote und Strandbars bestimmen im Sommer das Bild. Als wertvolle Ökosysteme bieten vor allem die beiden größeren Flüsse Havel und Spree vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. An der naturnahen Havel außerhalb des Stadtzentrums leben zum Beispiel noch Biber, Fischotter und seltene Fischarten wie Hecht, Hasel und Moderlieschen. Große Röhrichtgürtel bieten zahlreichen bedrohten Tier- und Pflanzenarten Schutz.

Doch die Flusslandschaften sind bedroht oder bereits stark geschädigt: Die Spree ist Berlins größter Abwasserkanal. Täglich fließen Millionen Liter nicht ausreichend geklärter Abwässer in den Stadtfluss. Zudem leidet er unter Wassermangel - in trockenen Sommern fließt die Spree teilweise sogar rückwärts. Havel und Spree sind seit 1992 auch  im Rahmen des „Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 17“ (VDE 17) vom Ausbau für große Güterschiffe bedroht - mit dramatischen Folgen für Natur und Wasserhaushalt.

Der BUND setzt sich dafür ein, die wertvollen Flusslandschaften zu erhalten und bereits stark ausgebaute Flüsse wie die Spree ökologisch zu verbessern - in Wasserqualität, Ufergestaltung und Durchlässigkeit. Das Flussbüro des BUND fordert bei allen weiteren Ausbauplänen von Havel und Spree die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie zur ökologischen Aufwertung der Flüsse einzuhalten. Unsere Wasserstraßen dürfen nur noch behutsam, an ökologische Kriterien orientiert genutzt werden.


Havelausbau stoppen
Mit dem Verkehrsprojekt VDE 17 sollten Havel und Spree für Großschubverbände bis 185 Meter Länge ausgebaut werden - mit verheerenden Folgen für Natur und Wasserhaushalt. Die Kampagne „Stopp Havelausbau“ konnte das schlimmste verhindern. Mehr...

 

Flussbiotope schützen und entwickeln

Flüsse bieten mit ihren Uferbiotopen, Flachwasserzonen, Mooren und Röhrichtgürteln zahlreichen Tieren und Pflanzen Lebensraum. Doch in Berlin sind die Ufer vielerorts mit Spundwänden aus Stahl und Beton, Schottersteinen und Ähnlichem stark verbaut, ungeklärte Abwässer fließen in Havel und Spree. Mehr...


Wasser ökologisch bewirtschaften

In Berlin fehlt ein Grundwassermanagement, das hat massive Auswirkungen auf Natur und Umwelt. In einigen Gebieten führte eine verstärkte Förderung von Trinkwasser zu stark sinkenden Grundwasserspiegeln. Feuchtgebiete und Moore drohen auszutrocknen. Mehr...

CO2-Einlagerung gefährdet Berliner Trinkwasser

Vattenfall plant in Brandenburg die CCS-Technik (CO2-Abschneidung und -unterirdische Speicherung). Neutrebbin und Beeskow sind Testgebiete. Welche Risiken für das Berliner Trinkwasser bestehen zeigt eine Studie der Gemeinde Neutrebbin. Mehr...

Quelle: http://www.bund-berlin.de/bund_berlinde/home/gewaesserschutz/