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Einmalige Chance für Artenschutz und Biodiversität in Berlin

"Letzte Auwaldrelikte im Spreeraum westlich der Innenstadt und damit der letzte naturnahe Wasserlebensraum an der Spree befindet sich auf dem Gelände des Wasserwerks Junkfernheide. Er ist ein bedeutender Standort für die Avifauna, der seit Jahren nachweislich gefährdete Arten der Brut- und Rastvogelwelt beherbergt. Teilflächen des Gebiets sind seit 1953 als Landschaftsschutzgebiet (LSG) "Faule Spree" geschützt. Durch die Nutzung als Wasserwerk hat der Wert der Flächen als Naturraum zugenommen." (Planwerk Westraum Berlin von 2004)

Zum Schutz und Weiterentwicklung dieses einmaligen Geländes des ehemaligen Wasserwerks Jungfernheide einschließlich des LSG Faule Spree im Bezirk Spandau haben die Berliner Arbeitsgemeinschaft Naturschutz und der BUND Berlin nun ein Entwicklungskonzept erarbeitet.

Aus unserer Sicht und aufgrund der vorhandenen Daten ist das Gebiet hervorragend geeignet, um dort die aus den Bewilligungsverfahren für die Berliner Wasserwerke zu erwartenden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen umzusetzen. Insbesondere ließen sich hier Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die am nächsten liegenden Wasserwerke Tiefwerder und Tegel realisieren.

Uns ist kein weiteres Gebiet innerhalb des Stadtgebiets bekannt, das auf einem so kleinen Raum einen derartigen Artenreichtum und vielfältigen Biotopstrukturen aufweist. Insbesondere die noch vorhandenen Gewässer sind in höchstem Maße schutzwürdig.

Dazu ist die Fläche der einzige Abschnitt am Unterlauf der Berliner Spree, wo die ursprüngliche Naturlandschaft noch ansatzweise sicht- und erlebbar ist.

Aufgrund des Artenbestands zeigt sich schon jetzt, dass dringend der Schutzstatus des Gebiets erweitert und bestehende Verordnung einer dringenden Überarbeitung bedarf.

Die Berliner Wasserbetriebe, die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und das Bezirksamt Spandau haben in zahlreichen Publikationen betont, dass Ihnen der Erhalt und der Schutz der Berliner Biodiversität am Herzen liegen. Auf dem Gelände des Wasserwerks Jungfernheide besteht die einmalige Chance, dieses Anliegen auch umzusetzen.

Entwicklungskonzept "Das vergessene Landschaftsschutzgebiet Faule Spree" (25 Seiten)



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