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Ein besseres Klima fĂŒr Berlin!

Foto: Henrik G. Vogel/pixelio.de

Berlin bringt beste Voraus- setzungen mit, auch große Schritte  zu einer klima- freundlichen, lebenswerten und nachhaltigen Stadt zu gehen und damit eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz einzu- nehmen. Denn große Schritte sind nach wie vor notwendig! Berlin ist noch immer Schluss- licht beim Einsatz, Verbrauch und auch bei den Impulsen fĂŒr die erneuerbaren Energien – das ist auch das Ergebnis einer Studie vom Deutschen Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW) und dem Zentrum fĂŒr Sonnen- energie- und Wasserstoff‐Forschung Baden‐WĂŒrttemberg (ZSW) von November 2014. Wir sanieren unseren Bestand zu langsam, setzen noch zu sehr auf die fossilen Energie-Dinosaurier statt auf eine Energiewende in BĂŒrgerhand und investieren noch immer zu wenig in eine Zukunft ohne Kohle und Atom.

Berlins Stadtgesellschaft und die vorhandene Infrastruktur bieten eigentlich eine gute Ausgangslage fĂŒr engagierten Klimaschutz.

Die Berlinerinnen und Berliner interessieren sich fĂŒr einen klimafreundlichen Lebensstil. Das beweisen auch stets aufs Neue unsere erfolgreichen Klimaschutzprojekte vom Klimatag ĂŒber das Projekt „energiesparendes Krankenhaus“, unser RepaircafĂ© bis hin zur Energiesparberatung.

Als Standort fĂŒr Forschung und Entwicklung verfĂŒgt Berlin ĂŒber wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen, die mit ihrem Fachwissen und ihrem Know-how zu klimafreundlichen Lösungen beitragen. Mit dem weit verzweigten Netz des öffentlichen Personennahverkehrs kann man sich in der Hauptstadt klimaschonend fortbewegen. Die 1.750 Kilometer FernwĂ€rmenetz in Berlin sind in Westeuropa Spitze – wĂ€re da nicht der immer noch zu hohe Anteil an fossilen Brennstoffen, die unsere Wohnungen mit WĂ€rme versorgen. Mit einem ernst zu nehmenden Berliner Stadtwerk ohne Kohle und Atomkraftbeteiligung und in Hand der Nutzerinnen bekĂ€men wir ein Identifikationsmerkmal fĂŒr gemeinsame Klimapolitik: sozial, weil offen fĂŒr echte Beteiligung, COÂČ-neutral, bezahlbar und modern:

Die wachsende Stadt bringt aber auch neue Probleme fĂŒr einen Klimaschutz mit Berliner Handschrift mit sich. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang die Stichworte Nachverdichtung und doppelte Innenentwicklung sowie Bodenschutz. Es kommt dem BUND Berlin stets darauf an, die nachhaltigen Konzepte zusammen mit den gesellschaftlichen Akteuren auf den Weg zu bringen. Doch obwohl zum Beispiel das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) vielversprechende AnsĂ€tze enthĂ€lt, werden bislang zukunftsweisende Potentiale nicht ausgeschöpft und damit Chancen und Möglichkeiten vertan - zum Nachteil des Wirtschaftsstandorts, von Arbeit und BeschĂ€ftigung, der LebensqualitĂ€t und der Gesundheit von Mensch und Natur. Die Entwicklung und Anwendung von klimarelevanten Innovationen wĂŒrde Arbeit und BeschĂ€ftigung und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz fĂŒr Berlin bedeuten.

HĂ€user und Wohnungen mĂŒssen energetisch saniert - Solarenergie und Biomasse besser genutzt werden

Berlin muss sich als Mieterstadt weiterentwickeln: die energetische Sanierung der ĂŒber 1,9 Millionen Berliner Wohnungen ist dringend nötig: weit ĂŒber die HĂ€lfte ist noch nicht oder nur teilweise energetisch saniert. 300.000 DĂ€cher von Berliner WohngebĂ€uden und 289.000 Tonnen BiomĂŒll warten darauf, fĂŒr die Produktion von Strom und HeizwĂ€rme genutzt zu werden. Die guten Beispiele sozialvertrĂ€glicher Sanierungen (Umweltpreise fĂŒr die MĂ€rkische Scholle und die HOWOGE) zeigen, dass wir Wohnungen im Bestand zu klimafreundlichen und energetisch optimalen ZustĂ€nden bekommen können – wenn wir alles Know-how fĂŒr diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe mitnehmen. Die (energetische) Sanierungsrate lĂ€sst sich steigern, wenn  wir Handwerk, Berater, Banken und die Mieter selbst mit einbeziehen.

Der BUND Berlin begleitet die Klimaschutzpolitik des Senats, der Parteien, Gewerkschaften und VerbĂ€nde und der Wirtschaft konstruktiv und kritisch. Wir entwickeln eigene VorschlĂ€ge und Konzepte wie der Klimawandel gestoppt werden kann. Klimaschutz begreifen wir als gesamtgesellschaftliche Aufgabe fĂŒr die Akteure von heute. FĂŒr Kooperationen und Partnerschaften stehen wir immer dann zur VerfĂŒgung, wenn Mensch und Natur gleichermaßen profitieren. Der BUND freut sich auf die Mit- und Zusammenarbeit bei Projekten und Kampagnen.

Klimawandel in Berlin

Auch in der Hauptstadt sind die Auswirkungen der ErderwĂ€rmung zunehmend spĂŒrbar. Daher brauchen wir eine effektive Klimapolitik, die mehr ist als allein die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Wir mĂŒssen die Herausforderung aktiver, ökologischer und klimaschĂŒtzender Stadtentwicklungspolitik annehmen und die LebensqualitĂ€t im Sinne der Bewohner verteidigen und sicherstellen. Mehr ...

Energiepolitik gestalten

Wie sieht die Energieversorgung von morgen aus? Was muss eine Großstadt wie Berlin tun, sich mittelfristig von fossilen EnergietrĂ€gern zu verabschieden? Wie lassen sich Energiekosten reduzieren? Mehr ...



Unterzeichen Sie fĂŒr gutes Trinkwasser und eine saubere Spree!

Kontakt

Matthias KrĂŒmmel

Referent fĂŒr Klimaschutzpolitik

Telefon:

(030) 78 79 00-63

E-Mail: Kruemmel[at]BUND-Berlin.de

trifft sich mittwochs um 19.30 Uhr. Interessierte sind jederzeit willkommen.

Infos unter (030) 78 79 00-0 oder akklee[at]bund-berlin.de

Der "Kohleatlas" zeigt die Auswirkungen der Kohle von Klima bis Gesundheit


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