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Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK)

Foto: H.-Joachim Schiemenz/ pixelio.de

Das BEK soll konkrete Maßnahmen und Strategien aufzeigen, wie Berlin klima- neutral werden kann. In den vorgelegten Maßnah- men steckt zwar ein großes Potenzial, allerdings fehlt noch vieles, um daraus ein wirksames Programm zu entwickeln. Der Senat möchte Berlin bis zum Jahr 2050 zu einer klimaneutra- len Stadt gestalten. Das bedeutet, dass die Haupt- stadt ihre Emissionen bis zum Jahr 2050 auf rund 4,4 Millionen Tonnen senken muss, also um mindestens 85 Prozent verglichen mit dem Basisjahr 1990.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde im Mai 2014 die Enquete-Kommission ‚ÄěNeue Energie f√ľr Berlin ‚Äď Zukunft der energiewirtschaftlichen Strukturen‚Äú durch das Berliner Abgeordnetenhaus ins Leben gerufen. Sie soll untersuchen, wie die Klimaschutzziele des Landes Berlin erreicht werden k√∂nnen und Unterst√ľtzung in Sachen Einsparungen beim Energieverbrauch bieten. Mitglieder der Kommission sind Vertreter aller im Senat vertretenen Fraktionen sowie f√ľnf Sachverst√§ndige aus den Bereichen Energie und Umwelt. In enger Zusammenarbeit mit der Enquete-Kommission wurde das BEK entwickelt.

Berlin braucht ein ehrgeiziges Klimaschutzprogramm mit konkreten Zielen, Maßnahmen und Zeitplänen

Während die Maßnahmen, die das BEK vorschlägt, einige gute Ansätze beinhaltet, mangelt es häufig an konkreten Zahlen und verpflichtenden Vorgaben. Vergeblich sucht man nach genauen Angaben zu Entscheidungskompetenzen und Zuständigkeiten oder nach verbindlichen Finanzierungs- und Zeitplänen.

Es muss dazu aber auch Forderungen und Verpflichtungen an die Wirtschaft und an die Bev√∂lkerung geben, sonst wird das ehrgeizige Ziel, Berlin bis 2050 klimaneutral zu machen, verfehlt. Zum Beispiel soll Berlin zur Solar-City werden, dazu reicht es nicht, Ma√ünahmen f√ľr Beratungsangebote und Qualifizierungen zu f√∂rdern, dazu braucht es eine Solarbaupflicht oder/und ein Solaranlagenbauprogramm. Solaranlagen m√ľssen auf allen nutzbaren D√§chern installiert werden, ca. 2 Prozent der W√§rmegewinnung k√∂nnte so abgedeckt werden.

Obwohl das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) vielversprechende Ans√§tze enth√§lt, werden zukunftsweisende Potentiale nicht ausgesch√∂pft und damit Chancen und M√∂glichkeiten vertan - zum Nachteil des Wirtschaftsstandorts, von Arbeit und Besch√§ftigung, der Lebensqualit√§t und der Gesundheit von Mensch und Natur.  

Die Entwicklung und Anwendung von klimarelevanten Innovationen w√ľrde Arbeit und Besch√§ftigung und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz f√ľr Berlin bedeuten. W√ľrde sich zum Beispiel das Fernw√§rmenetz komplett aus Erneuerbaren Energien speisen, stimmte am Ende auch die Klimabilanz.



Kontakt

Matthias Kr√ľmmel

Referent f√ľr Klimaschutzpolitik

Telefon:

(030) 78 79 00-63

E-Mail: Kruemmel[at]BUND-Berlin.de

trifft sich mittwochs um 19.30 Uhr. Interessierte sind jederzeit willkommen.

Infos unter (030) 78 79 00-0 oder akklee[at]bund-berlin.de

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