Sie befinden sich hier:

Berliner Energieversorgung 2020 ‚Äď Leitlinien und Bedarfsanalyse der Zukunft

Der BUND Berlin hat zusammen mit anderen den Weg f√ľr eine radikale √Ąnderung der Berliner Energieversorgung geebnet. Durch Proteste und eine erfolgreiche Lobbyarbeit musste Vattenfall in Berlin von den Pl√§nen Abstand nehmen, in Lichtenberg ein gro√ües Steinkohlekraftwerk zu bauen. Vattenfall setzt jetzt in der W√§rmeversorgung verst√§rkt auf Erdgas. Doch auch Erdgas ist als fossiler Energietr√§ger keine Dauer-, sondern vielmehr nur eine √úbergangsl√∂sung.

Mehr Infos: BUND-Hintergrund "Bewertung der Vattenfallplanung"

Es reicht aber nicht aus, die W√§rmeversorgung isoliert zu planen. F√ľr die Zukunft muss die W√§rme- und Stromversorgung zusammen entwickelt werden. Folgende Anforderungen m√ľssen an die Gestaltung gelegt werden: Wie sieht die Versorgungsstruktur aus und in welche Richtung muss sie weiter ausgebaut werden? Brauchen wir ein Fernw√§rmenetz √ľberall? Wie soll der Energiemix der Zukunft aussehen? Und wie ist unsere Versorgung zu sichern?
Dazu bedarf es eines Versorgungskonzepts, dass anhand des derzeitigen und zuk√ľnftigen Bedarfs und in erster Linie unter Ber√ľcksichtigung der Reduzierung der CO2-Emissionen Ma√üst√§be setzt.

Doch die von Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) angek√ľndigten Leitlinien zur Energieversorgung 2020 lassen seit mehr als zwei Jahren weiter auf sich warten. Eine von der Senatsverwaltung f√ľr Wirtschaft Technologie und Frauen bei der Berliner Energieagentur in Auftrag gegebene Bedarfsanalyse zur Energieversorgung Berlins ist erst f√ľr Dezember 2009 angek√ľndigt.

Der BUND Berlin fordert daher vom Senat:

  • Die zuk√ľnftige Energieversorgung Berlins muss sich an der Reduktion der CO2-Emissionen orientieren.
  • Die Energieversorgung ist am Bedarf auszurichten. Der Verbrauch pro Einwohner muss deutlich sinken, dazu muss Energie viel effizienter genutzt und Energie eingespart werden.
  • Die Energieversorgung der Zukunft muss auf den kontinuierlichen und schnellst m√∂glichen Ausbau Erneuerbarer Energien setzen. Derzeit wird gerade einmal 1,1 Prozent des Endenergieverbrauchs mit Erneuerbarer Energien in Berlin gedeckt. Im Bundesdurchschnitt waren es hingegen 2008 sechs Prozent. Bis 2020 sollen es laut Bundesministerium f√ľr Umwelt gar 20 Prozent sein. Der Bundessverband Erneuerbarer Energien spricht von 47 Prozent, die m√∂glich sind, wenn der Ausbau konsequent verfolgt wird!
  • Ein Energieversorgungskonzept 2020 ist nicht ausreichend. Vielmehr muss es einen Zukunftsplan Energie 2050 geben, der das Minderungsziel den CO2-Aussto√ü pro Kopf auf zwei Tonnen pro Jahr zu reduzieren, verfolgt. Der Zukunftsplan muss dazu messbare Zwischenziele beim Ausbau der Erneuerbaren und bei der Reduzierung der Energieverbrauche festschreiben, sowie die Umsetzungsschritte enthalten.




Unterzeichen Sie f√ľr gutes Trinkwasser und eine saubere Spree!

Kontakt

Matthias Kr√ľmmel

Referent f√ľr Klimaschutzpolitik

Telefon:

(030) 78 79 00-63

E-Mail: Kruemmel[at]BUND-Berlin.de

trifft sich mittwochs um 19.30 Uhr. Interessierte sind jederzeit willkommen.

Infos unter (030) 78 79 00-0 oder akklee[at]bund-berlin.de

Der "Kohleatlas" zeigt die Auswirkungen der Kohle von Klima bis Gesundheit


zur Suchfunktion Suche

Metanavigation: