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Klimawandel: Berlin bleibt nicht verschont

„Berlin-Mitte meldet Rekordtemperaturen“ – „Wasserarme Spree stinkt zum Himmel“ -  „Berliner Parkanlagen trocknen aus“ – „Nachts kaum mehr Abkühlung“ -  „Starkregen geht über Berlin nieder“ – Horrorszenario oder bald Realität?
Die Erde erwärmt sich und auch in Berlin ist mit einem erheblichen Temperaturanstieg zu rechnen. So prognostizierte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) für Berlin einen Anstieg der jährlichen Durchschnittstemperatur für das Jahr 2050 von 2,5 Grad Celsius. In der PIK-Studie vom April 2009, beauftragt von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, werden die Folgen des Klimawandels für die menschliche Gesundheit und Lebensqualität, für Pflanzen und Tiere sowie für die Wirtschaft untersucht.
Da die Temperaturen nicht gleichmäßig über das Jahr höher werden, sondern im Sommer- und in den Wintermonaten steigen, wird es im Sommer vermehrt zu Hitzestaus in den schlecht „durchlüfteten“ innerstädtischen Bereichen Berlins kommen. Selbst meterdicke Altbauten kühlen dann nachts nicht mehr ab und werden zur Wärmefalle. Jahrhundertsommer wie der in 2003 sind dann eher die Regel statt die Ausnahme. Zudem werden sich laut PIK Niederschläge jahreszeitlich stark verschieben: Die Winter werden feuchter und die Sommer trockener.

Schon jetzt ist abzusehen, dass steigende Temperaturen im Sommer und Niederschläge im Winter in Berlin zu gravierenden Folgen für Mensch und Natur führen werden. Deshalb müssen wir nicht nur die Kohlendioxidemissionen drastisch reduzieren, sondern uns gleichzeitig schon jetzt auf die Auswirkungen vorbereiten.
Der BUND setzt sich für ein lebenswertes Berlin ein, gerade auch vor dem Hintergrund der klimatischen Veränderungen: Der Berliner Forst muss weiter naturnah entwickelt werden, um seine Kühlschrankfunktion wahrzunehmen und für einen Luftaustausch zu sorgen. Stadtbäume sind ein unverzichtbarer Bestandteil zur Verbesserung von Luftqualität und Mikroklima. Sie müssen erhalten bleiben und nachgepflanzt werden. Das Wassermanagement muss sowohl Starkregen als auch Trockenperioden ausgleichen können. Gebäude müssen gegen Kälte und Wärme gut gedämmt werden. Das spart nicht nur CO2 beim Heizen, sondern kühlt im Sommer auch. Die gesamtstädtische Gestaltung muss sich auf den Klimawandel einstellen. Flächen müssen entsiegelt, Park- und Grünflächen miteinander vernetzt werden. Dass hält die Feuchtigkeit und schafft Durchlüftung.

Weitere Informationen zu den Folgen der Klimawandels für Berlin finden Sie unter: http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/archiv/aktuelle/studie-zu-den-folgen-des-klimawandels-fuer-berlin

Quelle: http://www.bund-berlin.de/bund_berlinde/home/klima_und_energie/klima_schuetzen/klimawandel_in_berlin/