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Klimawandel: Berlin bleibt nicht verschont

Hochwasser in Berlin. Foto: Corinna Hölzer/pixelio.de

„Berlin-Mitte meldet Rekordtemperaturen“ – „Wasserarme Spree stinkt zum Himmel“ -  „Berliner Parkanlagen trocknen aus“ – „Nachts kaum mehr AbkĂĽhlung“ -  „Starkregen geht ĂĽber Berlin nieder“ – Horrorszenario oder bald Realität?

Gerade in Städten wie Berlin nimmt die Verletzbarkeit ihrer Bewohner durch die Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels zu: Hitzestress, Überschwemmungen, Gefahren für Verkehr, Energieversorgung und das gesamte öffentliche Leben unserer wachsenden Stadt! So prognostizierte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) für Berlin einen Anstieg der jährlichen Durchschnittstemperatur für das Jahr 2050 von 2,5 Grad Celsius. In Kooperation mit WetterOnline Meteorologische Dienstleistungen hat das PIK die Seite KlimafolgenOnline ins Leben gerufen. Hier kann man die mithilfe einer interaktiven Karte die möglichen Folgen des Klimawandels in Deutschland für das Klima, die Land- und Forstwirtschaft, im Bereich Energie, Tourismus und Gesundheit auf regionaler Ebene sehen.

Klimawandel in der Stadt ist ein wichtiges Thema – schließlich leben und arbeiten etwa 70% der Deutschen in Städten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat sich dem Thema angenommen und entwickelt Stadtklimasimulationen, die eine Anpassung an den Klimawandel in urbanen Zentren erleichtern sollen. Da die Temperaturen nicht gleichmäßig über das Jahr höher werden, sondern im Sommer- und in den Wintermonaten steigen, wird es im Sommer vermehrt zu Hitzestaus in den schlecht „durchlüfteten“ innerstädtischen Bereichen Berlins kommen. Selbst meterdicke Altbauten kühlen dann nachts nicht mehr ab und werden zur Wärmefalle. Jahrhundertsommer wie der in 2003 sind dann eher die Regel statt die Ausnahme.

Schon jetzt ist abzusehen, dass steigende Temperaturen im Sommer und Niederschläge im Winter in Berlin zu gravierenden Folgen für Mensch und Natur führen werden. Deshalb müssen wir nicht nur die Kohlendioxidemissionen drastisch reduzieren, sondern uns gleichzeitig schon jetzt auf die Auswirkungen vorbereiten.

Der BUND setzt sich für ein lebenswertes Berlin ein, gerade auch vor dem Hintergrund der klimatischen Veränderungen: Der Berliner Forst muss weiter naturnah entwickelt werden, um seine Kühlschrankfunktion wahrzunehmen und für einen Luftaustausch zu sorgen. Stadtbäume sind ein unverzichtbarer Bestandteil zur Verbesserung von Luftqualität und Mikroklima. Sie müssen erhalten bleiben und nachgepflanzt werden. Das Wassermanagement muss sowohl Starkregen als auch Trockenperioden ausgleichen können. Gebäude müssen gegen Kälte und Wärme gut gedämmt werden. Das spart nicht nur CO2 beim Heizen, sondern kühlt im Sommer auch. Die gesamtstädtische Gestaltung muss sich auf den Klimawandel einstellen. Flächen müssen entsiegelt, Park- und Grünflächen miteinander vernetzt werden. Das hält die Feuchtigkeit und schafft Durchlüftung.


WeiterfĂĽhrende Informationen

Der Berliner Atlas der Umweltgerechtigkeit bietet einen interdisziplinären Blick auf die Probleme, die uns der Klimawandel bringen wird.

Weitere Informationen zu den Folgen der Klimawandels fĂĽr Berlin finden Sie beim PIK Potsdam.

Außerdem erwarten wir demnächst die Neuauflage und Aktualisierung des Stadtentwicklungsplanes Klima.

Simulator des Potsdam-Institut fĂĽr Klimafolgenforschung (PIK) in Kooperation mit WetterOnline Meteorologische Dienstleistungen: www.klimafolgenonline.com



Unterzeichen Sie fĂĽr gutes Trinkwasser und eine saubere Spree!

Kontakt

Matthias KrĂĽmmel

Referent fĂĽr Klimaschutzpolitik

Telefon:

(030) 78 79 00-63

E-Mail: Kruemmel[at]BUND-Berlin.de

trifft sich mittwochs um 19.30 Uhr. Interessierte sind jederzeit willkommen.

Infos unter (030) 78 79 00-0 oder akklee[at]bund-berlin.de

Der "Kohleatlas" zeigt die Auswirkungen der Kohle von Klima bis Gesundheit


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