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Mehr Tempo und Komfort für die Busse

© Schubalu/pixelio

Mit ihren Bussen erschließt die BVG nicht nur die weniger dicht besiedelten Gebiete der Stadt, sondern nimmt auch großräumige Verbindungsfunktionen wahr. Einige Linien auf den Hauptstrecken sind allerdings chronisch überlastet, beispielsweise die Busse auf der Hauptstraße und Potsdamer Straße. Sie sollten mittelfristig durch die Straßenbahn ersetzt werden.

Der Busverkehr muss schneller werden, vor allem die Behinderung durch sich stauende Autos gefährdet die Attraktivität der Busse. Anders als der Senat und die BVG ist der BUND der Meinung, dass auf vielen weiteren Straßen Busspuren markiert werden sollten. Damit diese Spuren auch von Radfahrern genutzt werden können, sollen sie ohne zeitliche Beschränkungen gelten. Das gilt natürlich auch für die schon bestehenden Busspuren. Weitere Hilfsmittel, um die Geschwindigkeit der Busse zu erhöhen, sind deren Bevorzugung an den Ampeln (im Verkehrsfachjargon Lichtsignalanlagen – LSA) und sogenannte Buskaps. Unter Buskaps versteht man Haltestellen, die ein Stück in die Straße hineinragen. Um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen, müssen die Busse nur noch bremsen. Der sonst übliche Schlenker nach rechts zum Straßenrand und das anschließende Einfädeln in den Verkehr entfallen.

Busfahrten sollen bequemer werden

Geschwindigkeit ist nicht alles. Eine entscheidende Rolle spielt der Komfort im öffentlichen Verkehr. Investitionen in die Haltestellen, an denen noch ein Wartehäuschen fehlt, sind wesentlich sinnvoller als etwa in Klimaanlagen, die aufgrund der sich ständig öffnenden Türen ohnehin keine Wirkung entfalten können. Und bei allem Verständnis für die Geldsorgen der BVG: Werbung auf den Fenstern nervt spätestens dann, wenn man überhaupt nichts mehr sehen kann.



Kontakt

Martin Schlegel

Referent für Verkehrspolitik

Telefon:

(030) 78 79 00-17

E-Mail: mschlegel[at]BUND-Berlin.de

Der Arbeitskreis Mobilität

trifft sich donnerstags um 19 Uhr in der BUND-Landesgeschäftsstelle. Verkehrspolitisch Interessierte sind jederzeit willkommen.


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