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U-Bahn sanieren statt ausbauen

© P. Kirchhoff/pixelio

Die U-Bahn ist schnell, zuverlÀssig und sehr leistungsfÀhig. Sie hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: U-Bahnlinien bauen kostet sehr viel Geld, weit mehr als das finanzschwache Berlin hat. In den nÀchsten Jahrzehnten kommt es deshalb darauf an, die existierende Untergrundbahn so effizient wie möglich zu nutzen.

Neue U-Bahnstrecken kosten ungefĂ€hr das Zehnfache eines Straßenbahnneubaus. Pro Kilometer. Angesichts dieser Zahlen ist unverstĂ€ndlich, warum man in Berlin so lange an der VerlĂ€ngerung der U5 vom Alexanderplatz bis zum Hauptbahnhof festgehalten hat. Ergebnis der weltfremden Planungen: Wir bekommen mit der U55 eine Mini-U-Bahn zwischen Brandenburger Tor und Hauptbahnhof, die niemand braucht. Wie viele Zebrastreifen oder Radspuren man fĂŒr die verbauten Gelder hĂ€tte einfĂŒhren können, lĂ€sst sich kaum vorstellen. Zahlreiche Rohbauten, die fĂŒr zukĂŒnftige U-Bahnen gedacht waren, werden wohl teure Investitionsruinen bleiben (so etwa Tunnel am Potsdamer Platz, Kleistpark und Adenauerplatz).

Barrierefreien Zugang herstellen

Aber nicht jede Investition in die U-Bahn ist falsch. Im Gegenteil. Die Langsamfahrstrecken im Netz mĂŒssten dringend saniert werden. Überdies sind viele Bahnhöfe noch immer nicht barrierefrei zugĂ€nglich, fehlende Lifte oder Rampen schließen mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkte Personen von der Fahrt in der U-Bahn aus.

Die AttraktivitĂ€t der U-Bahn steht und fĂ€llt mit dichten Taktfolgen. Der BUND fordert deshalb, mindestens bis 20.30 Uhr einen FĂŒnfminutentakt anzubieten. Die stark frequentierten Linien – also im Grunde alle außer U3 und U4 – sollten auch unter der Woche nachts im 30-Minuten-Takt fahren.



Kontakt

Martin Schlegel

Referent fĂŒr Verkehrspolitik

Telefon:

(030) 78 79 00-17

E-Mail: mschlegel[at]BUND-Berlin.de

Der Arbeitskreis MobilitÀt

trifft sich donnerstags um 19 Uhr in der BUND-LandesgeschÀftsstelle. Verkehrspolitisch Interessierte sind jederzeit willkommen.


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