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Keine Autobahn zum Treptower Park!

Foto: © Michael Hirschka / PIXELIO.de

Was ist das: Es reißt Häuser ab, fällt Bäume, enteignet Kleingärtner, macht Krach und stinkt? Erraten, es ist die Stadtautobahn A 100. Wenn es nach dem Regierenden Bürgermeister und seiner Verkehrssenatorin ginge, rollten schon längst die Bagger, um eine Betonschneise durch Neukölln und Treptow zu schlagen. Die Verlängerung nach Friedrichshain ist ebenfalls schon geplant.

Die Autobahnlobby begründet das neue Teilstück des Stadtrings nicht zuletzt mit einer Entlastung der Bürger von Lärm, Feinstaub und Abgasen. Schön wäre es. Tatsächlich aber führt die Autobahn zu höheren Emissionen – nicht nur entlang der Autobahn, sondern auch in der weiteren Umgebung. Den Anwohnern von Sonnenallee, Schlesischer Straße und Am Treptower Park mutet der Senat zu, an einem Autozubringer zu wohnen: ungefähr 80 000 Autos sollen über die Anschlussstelle Treptower Park auf die A 100 fahren – täglich! Entsprechend groß sollen die Zufahrtsstraßen ausgebaut werden: Wer künftig zu Fuß oder per Rad diesen Straßenzug kreuzen will, um in den Treptower Park zu gelangen, hat nichts zu lachen.

Klimafeindliche Verkehrsplanung

Neue Autobahnen schaffen neuen Verkehr, das haben alle Bauvorhaben der letzten Jahrzehnte gezeigt. Mit der A 100-Verlängerung wird es Berlin noch schwerer haben, seine Klimaziele zu erreichen, schließlich sorgt die neue Autobahn dafür, dass nicht weniger, sondern mehr klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre gepustet wird. Der BUND fordert deshalb, die A 100-Verlängerung sofort zu stoppen. Mit ungefähr einer halben Milliarde Euro für drei Kilometer ist das Projekt im Übrigen nicht ganz billig. Das pleitengeplagte Land Berlin besteht dennoch auf den Neubau, da es „nur“ etwa 55 Millionen für Zubringerstraßen und Grundstückskäufe zahlen muss, der große Rest kommt aus dem Bundeshaushalt. Leider sind diese Gelder zweckgebunden, sie dürfen laut Bundesverkehrswegeplan nur für den Autobahnbau verwendet werden. Der BUND setzt sich dafür ein, diese unsinnige Regel zu kippen: Berlin muss die Möglichkeit erhalten, statt in die Autobahn in die Sanierung des bestehenden Straßennetzes sowie in umweltfreundliche Verkehrsträger zu investieren. Die Pläne für neue Straßenbahnen und Radspuren liegen längst auf dem Tisch.

Mit BISS gegen die A 100

Details zur Planung und mehr über die Proteste gegen A 100 gibt es auf der Homepage der Bürgerinitiative Stadtring Süd (BISS) unter www.stop-a100.de

Den Planfestellungbeschluss der Senatsverwaltung für Stadtentwichlung, gegen den der BUND und Anwohner klagen, finden Sie unter:  www.stadtentwicklung.berlin.de/verkehr/politik_planung/strassen_kfz/planfeststellungen/

Klagebegründung (75 Seiten, 4,9 MB)



Kontakt

Martin Schlegel

Referent für Verkehrspolitik

Telefon:

(030) 78 79 00-17

E-Mail: mschlegel[at]BUND-Berlin.de

Der Arbeitskreis Mobilität

trifft sich donnerstags um 19 Uhr in der BUND-Landesgeschäftsstelle. Verkehrspolitisch Interessierte sind jederzeit willkommen.

Der Preis für die A 100

Die A 100 zerstört alles, was ihr im Weg ist. Der BUND-Flyer „A 100 stoppen“ kartiert die geplanten Verwüstungen. Download Flyer (pdf, 6 MB)...



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