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Axel-Springer-Straße

Blick aus der Axel-Springer-Str. auf das ehemaligen Möbelgeschäft am Spittelmarkt

Klage abgewiesen

Das Verwaltungsgericht hat die Klage des BUND-Berlin gegen den Ausbau der Axel-Springer-Straße abgelehnt. Mit der Umsetzung der Senatsplanung wird die Straße zukünftig zu einer vielbefahrenden Durchgangsschneise für den PKW-Verkehr in der Brliner Innenstadt werden. Die negativen Folgen für die anliegenden Bewohner sind heute schon absehbar. Lärm und Abgase werden zunehmen, die Aufenthaltsqualität noch weiter sinken. Zudem werden die Kreuzberger in der Lindenstraße und Zossener Straße die neue Verbindung zu spüren bekommen, denn nach dem Ausbau der Axel-Springer-Straße besteht eine für den PKW-Verkehr attraktive Nord-Süd-Verbindung. Der Senat konterkariert damit die eigenen Anstrengungen zur Luftreinhaltung und Lärmminderung und widerspricht dem Ziel des STEP-Verkehr, die Innenstadt vom Autoverkehr zu entlasten.

Obwohl die Klage durch das Verwaltungsgericht abgewiesen wurde, konnte der BUND-Berlin mit seiner Klage den Einbau vom sogenannten „Flüsterasphalt“ durchsetzten, der zu einer Lärmentlastung beiträgt. Ein zusätzliches Tempo 30 müssen die Anwohner nach dem Bau der Straße extra herbeiklagen.

Bei der Urteilsbegründung machte das Gericht deutlich, dass es keine
detaillierte Variantenuntersuchung prüft. Dabei wurden sämtlich
Alternativen, auch die, die Anwohner und BUND zusätzlich gefordert
hatten, nicht berücksichtigt.

Hintergrund

Planung des Senats

Die Axel-Springer-Straße befindet sich im Ortsteil Kreuzberg. Die 2-spurige Trasse verläuft zwischen Rudi-Dutschke- / Oranienstraße im Süden und Beuthstraße im Norden und ist bisher wenig befahren.

Der Senat will die Axel-Springer-Straße zum Spittelmarkt zu verlängern. Hierfür wurde bereits im Jahr 2010 das „Ebbinghaus“-Gebäude abgerissen. Die Straße soll vierspurig ausgebaut und zu einer wichtigen Verbindung für den motorisierten Individualverkehr (MIV) zwischen den Ortsteilen Mitte und Kreuzberg werden.


Daten zum Projekt:

Veranschlagte Gesamtkosten: 11,4 Mio. Euro
Anzahl der Kfz steigt von täglich 12.600 auf rund 33.000
Anteilige Kosten für Lärmminderung: 7,5 Mio. Euro



Kontakt

Martin Schlegel

Referent für Verkehrspolitik

Telefon:

(030) 78 79 00-17

E-Mail: mschlegel[at]BUND-Berlin.de

Der Arbeitskreis Mobilität

trifft sich mittwochs um 19 Uhr in der BUND-Landesgeschäftsstelle. Verkehrspolitisch Interessierte sind jederzeit willkommen.

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