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Bau der TVO bringt keine Entlastung


Am Rand von Biesdorf-S├╝d soll die Tangentiale Verbindung Ost (TVO) entstehen, eine neue Nord-S├╝d-Verbindung im Osten Berlins. Sie stellt planerisch eine Verbindung zwischen der Stra├če An der Wuhlheide bzw. der Spindlersfelder Stra├če im Bezirk Treptow-K├Âpenick von Berlin im S├╝den und der B1/B5 bzw. der M├Ąrkischen Allee im Bezirk Marzahn-Hellerdorf im Norden her. Geplant sind zwei Fahrstreifen pro Richtung, bis zu 35.000 Fahrzeuge erwartet der Senat pro Tag. Die Bauarbeiten k├Ânnten 2018 beginnen.

Zu dieser Planung laufen seit geraumer Zeit verschiedene Untersuchungen. Die Ergebnisse der ÔÇ×Variantenuntersuchung und MachbarkeitsstudieÔÇť und der ÔÇ×Verkehrliche Untersuchung auf der Basis der Prognose 2025ÔÇť werden gegenw├Ąrtig mit den drei betroffenen Bezirken und den Fachabteilungen der Senatsverwaltung f├╝r Stadtentwicklung diskutiert.
Es wurden mehrere Trassenvarianten beidseitig des Berliner Au├čenringes gepr├╝ft.

  • Variante 1 westlich des Au├čenringes: Diese zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie durch den Biesenhorster Sand f├╝hrt und damit einen streng gesch├╝tzten artenreichen Naturraum zerst├Ârt.
  • Variante 2 ├Âstlich des Au├čenringes: Bei dieser Trassenf├╝hrung m├╝ssten Wohnh├Ąuser abgerissen werden. Vorzugsvariante der Senatsverwaltung.
  • Variante 3 n├Ârdlich als auch s├╝dlich der Bahn. Bezirk und B├╝rgerinitiative wollen diese Trassenf├╝hrung.


Senat setzt falsche Priorit├Ąten

Der Bau des Nordabschnittes der TVO wurde im Rahmen des Stadtentwicklungsplans (StEP Verkehr) 2002 gepr├╝ft und als nicht notwendig erachtet und folglich aus dem Ma├čnahmenkatalog f├╝r l├Ąngerfristige Projekte herausgenommen. Diese Einsch├Ątzung teilen die Umweltverb├Ąnde noch heute. Sehr hohen Kosten und drastischen Eingriffen in die Stadtnatur steht nur ein geringer Nutzen f├╝r die Anwohner der bisher genutzten Nord-S├╝d-Stra├čen gegen├╝ber.
So sind die Belastungen durch L├Ąrm und Abgase f├╝r die Anwohner der K├Âpenicker Stra├če zwar erheblich, es wurden aber dort bisher fast keine ├ťberschreitungen der Grenzwerte f├╝r Feinstaub (PM10) und Stickoxide (NO2) berechnet. Diese gab es bislang nur in dem kurzen Abschnitt zwischen Cecilien- und Elisabethstra├če sowie an der Treskowallee in Karlshorst.
An vielen anderen Hauptverkehrsstra├čen, z. B. der Frankfurter Allee, ist eine Umgehung belasteter Orte nicht m├Âglich und die Anzahl der Betroffenen ist dort bedeutend h├Âher, so dass bei leeren ├Âffentlichen Kassen vorrangig dort erste Gegenma├čnahmen zu ergreifen sind.

Mehr Verkehr

Zudem bietet die neue TVO eine gro├čr├Ąumige Nord-S├╝d-Verbindung an, die zu mehr Verkehr f├╝hren wird, wodurch die Emissionen insgesamt zunehmen. Es muss sogar mit LKW-Durchgangsverkehr gerechnet werden, der vom Berliner Au├čenring auf die k├╝rzere und nicht Maut-pflichtige TVO ausweichen wird. Dies f├╝hrt zu einer starken L├Ąrm- und Abgas-Belastung der Anwohner ├Âstlich des Eisenbahnau├čenringes.

BUND: TVO-Ausbau ist unn├Âtig

Mit dem Bau der A 100 ist der vierspurige Ausbau nicht n├Âtig. Die K├Âpenicker Stra├čen d├╝rften dann f├╝r die Verkehrsbew├Ąltigung reichen und voraussichtlich einen deutlich ertr├Ąglicheren Verkehr aufweisen.
Der BUND ist davon ├╝berzeugt, dass die TVO ├╝berfl├╝ssig ist, weil sie sp├Ąt greift und der falsche Weg zu einer umfassenden L├Âsung der genannten Probleme ist.

BUND-Positon zur TVO (2014, PDF, 5 Seiten)





Kontakt

Martin Schlegel

Referent f├╝r Verkehrspolitik

Telefon:

(030) 78 79 00-17

E-Mail: mschlegel[at]BUND-Berlin.de

trifft sich w├Âchentlich donnerstags in der BUND-Landesgesch├Ąftsstelle. Verkehrspolitisch Interessierte sind jederzeit willkommen.

Statement zur "Radspuren frei" Kampagne

Christian Wiesenh├╝tter, Stellvertr. Hauptgesch├Ąftsf├╝hrer der IHK Berlin:

ÔÇ×Wenn sich Berlin als lebenswerte, touristisch attraktive Stadt und gleichzeitig als wettbewerbsf├Ąhiger Wirtschaftsstandort weiterentwickeln soll, dann Weiter ...


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