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Berlin muss leiser werden

© Sebastian Petrich

LĂ€rm nervt, LĂ€rm macht krank. In Berlin ist Straßenverkehr mit großem Abstand die grĂ¶ĂŸte LĂ€rmquelle, gefolgt von Eisenbahn- und Flugverkehr, IndustrielĂ€rm spielt dagegen fast keine Rolle. Über 200 000 Menschen leben an Straßen, an denen es so laut ist, dass die körperliche Unversehrtheit bedroht ist. Das muss sich Ă€ndern.

Wie kann sich Berlin vor dem VerkehrslĂ€rm schĂŒtzen? Es ist den Menschen nicht zuzumuten, sich hinter Schallschutzmauern und doppelten Fenstern zurĂŒckzuziehen – LĂ€rm muss an seinen Quellen bekĂ€mpft werden. Bisher haben die Fahrzeughersteller kaum Anstrengungen unternommen, die GerĂ€usche von Motoren und rollenden Reifen zu reduzieren; ohne gesetzliche Vorgaben ist an dieser Stelle nicht mit Fortschritt zu rechnen. Theoretisch könnten spezielle StraßenbelĂ€ge („FlĂŒsterasphalt“) den LĂ€rmpegel ein wenig senken. Doch die Kosten dafĂŒr stehen in keinem VerhĂ€ltnis zu der möglichen LĂ€rmreduktion. Was also tun? Die wenigsten GerĂ€usche erzeugt Verkehr, wenn er gar nicht stattfindet. Der BUND setzt sich deshalb dafĂŒr ein, möglichst viele Fahrten – wenn sie sich nicht vermeiden lassen – zu verlagern: auf den öffentlichen Verkehr und auf das Fahrrad. Was sich nicht verlagern lĂ€sst, muss verlangsamt werden. Nicht nur das normale Fahren, sondern auch das Beschleunigen und Bremsen verursacht umso weniger LĂ€rm, je geringer die Normalgeschwindigkeit ist.

LĂ€rmaktionsplan 2008

Was tut der Senat, um Berlin leiser zu machen? Der 2008 vorgelegte LĂ€rmaktionsplan (LAP) ging in die richtige Richtung: Tempo 30 (nachts), Fahrradstreifen, nĂ€chtliche Fahrverbote fĂŒr LKW, Verlagerung von ParkplĂ€tzen vom Gehweg auf die Fahrbahn usw. Der LAP 2008 enthielt neben einem Modellversuch zur LĂ€rmminderung durch Fahrradspuren auch einen Anhang mit weiteren UmbauvorschlĂ€gen fĂŒr Hauptverkehrsstraßen. Diese Maßnahmen im Anhang wurden bisher leider nicht umgesetzt.

Zum LĂ€rmaktionsplan 2008: www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/laerm/laermminderungsplanung/de/laermaktionsplan/entwurf.shtml

Was der BUND von den Einzelheiten des Plans hÀlt, steht in der Stellungnahme zum LÀrmaktionsplan. BUND-Stellungnahme LAP 2008 (PDF, 22 Seiten)

LĂ€rmaktionsplan 2013–2018

2014 hat der Senat den LĂ€rmaktionsplan (LAP 2013–2018) fortgeschrieben. Viele gute Maßnahmen aus dem LAP 2008 wurden nicht umgesetzt und nicht wieder aufgenommen. Bisher wurden nur 500.000 Euro pro Jahr fĂŒr Schallschutzfenster in den Haushalt 2014/2015 eingestellt. Damit wird Berlin das Ziel, den LĂ€rm deutlich zu reduzieren, nicht erreichen können.

Zum LĂ€rmaktionsplan 2014: www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/laerm/laermminderungsplanung/de/laermaktionsplan/2013/download.shtml

BUND-Stellungnahme zum LĂ€rmaktionsplan 2014, 24 Seiten

Weniger Tempo, mehr Ruhe

Über die PlĂ€ne des Senats hinausgehend fordert der BUND, auf einer Reihe von Hauptverkehrsstraßen die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zu begrenzen.

Liste der Berliner Hauptverkehrsstraßen mit Tempo-30-Bedarf (PDF, 3 Seiten)

LĂ€rmkarten

Wer wissen möchte, wie viel Dezibel der VerkehrslĂ€rm in einer bestimmten Straße betrĂ€gt, wirft einen Blick auf die LĂ€rmkarten des Berliner Senats unter www.umwelt.berlin.de

FluglÀrm durch BER

Mit der Eröffnung des BER in Schönefeld wird die FlĂŒglĂ€rmbelastung fĂŒr viele Menschen in Berlin und Brandenburg zunehmen. Der BUND setzt sich fĂŒr ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr ein. Mehr ...

Bundesweit aktiv gegen LĂ€rm

Detaillierte Informationen zum Problem LĂ€rm und was man dagegen tun kann, finden Sie auf den Seiten des BUND-Bundesverbandes unter www.BUND.net...



Kontakt

Martin Schlegel

Referent fĂŒr Verkehrspolitik

Telefon:

(030) 78 79 00-17

E-Mail: mschlegel[at]BUND-Berlin.de

trifft sich wöchentlich donnerstags in der BUND-LandesgeschÀftsstelle. Verkehrspolitisch Interessierte sind jederzeit willkommen.

Statement zur "Radspuren frei" Kampagne

Christian WiesenhĂŒtter, Stellvertr. HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der IHK Berlin:

„Wenn sich Berlin als lebenswerte, touristisch attraktive Stadt und gleichzeitig als wettbewerbsfĂ€higer Wirtschaftsstandort weiterentwickeln soll, dann Weiter ...


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