LĂ€rm nervt, LĂ€rm macht krank. In Berlin ist StraĂenverkehr mit groĂem Abstand die gröĂte LĂ€rmquelle, gefolgt von Eisenbahn- und Flugverkehr, IndustrielĂ€rm spielt dagegen fast keine Rolle. Ăber 200 000 Menschen leben an StraĂen, an denen es so laut ist, dass die körperliche Unversehrtheit bedroht ist. Das muss sich Ă€ndern.
Wie kann sich Berlin vor dem VerkehrslĂ€rm schĂŒtzen? Es ist den Menschen nicht zuzumuten, sich hinter Schallschutzmauern und doppelten Fenstern zurĂŒckzuziehen â LĂ€rm muss an seinen Quellen bekĂ€mpft werden. Bisher haben die Fahrzeughersteller kaum Anstrengungen unternommen, die GerĂ€usche von Motoren und rollenden Reifen zu reduzieren; ohne gesetzliche Vorgaben ist an dieser Stelle nicht mit Fortschritt zu rechnen. Theoretisch könnten spezielle StraĂenbelĂ€ge (âFlĂŒsterasphaltâ) den LĂ€rmpegel ein wenig senken. Doch die Kosten dafĂŒr stehen in keinem VerhĂ€ltnis zu der möglichen LĂ€rmreduktion. Was also tun? Die wenigsten GerĂ€usche erzeugt Verkehr, wenn er gar nicht stattfindet. Der BUND setzt sich deshalb dafĂŒr ein, möglichst viele Fahrten â wenn sie sich nicht vermeiden lassen â zu verlagern: auf den öffentlichen Verkehr und auf das Fahrrad. Was sich nicht verlagern lĂ€sst, muss verlangsamt werden. Nicht nur das normale Fahren, sondern auch Beschleunigen und Bremsen verursacht umso weniger LĂ€rm je geringer die Normalgeschwindigkeit ist.