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Artenschutz in der Stadt

©RainerS.punkt/pixelio

Berlin ist vielfĂ€ltig und so sind es auch andere StĂ€dte: ein Mosaik verschiedener LebensrĂ€ume, die aus den verschiedenen Nutzungen und Bebauungen resultieren. Die Unterschiede zwischen ihnen sind zu bewahren, denn sie sind Faktor der BiodiversitĂ€t und Ausdruck der unterschiedlichen Standortfaktoren. Deswegen bedĂŒrfen sie bezĂŒglich ihrer Naturschutzrelevanz alle eine spezifische Betrachtung: die durch Nutzung extrem geprĂ€gten EisenbahnbrachflĂ€chen des SĂŒdgelĂ€ndes sind anders zu betrachten als der Friedrichshain, die Rieselfelder oder das noch durch viele natĂŒrliche Prozesse geprĂ€gte Tegeler Fließ. FĂŒr alle diese Nutzungen sind unterschiedliche Naturschutzkonzepte nötig.

In Berlin wurde ein Artenschutzprogramm entwickelt, das den spezifischen Belangen des Naturschutzes in der Stadt Rechnung trĂ€gt. Dieses muss aber den aktuellen Erkenntnissen und den sich Ă€ndernden Erfordernissen angepasst werden. Überlegungen des Senats hierzu sind mit der Öffentlichkeit zu diskutieren. Die Diskussion in den Hinterzimmern ĂŒber die beauftragten Gutachten ist nicht nur undemokratisch, sie verhindert auch eine gute Überzeugungsarbeit in der Bevölkerung, ohne deren Mitwirkung all diese Programme und Konzepte hohl bleiben.

Strukturen nutzen - Biotope verbinden

Die in der offenen Landschaft notwendigen Biotopverbindungen sind auch in der Stadt sehr wichtig fĂŒr die Verbreitung von Vögeln, KleinsĂ€ugern, Eidechsen, Insekten und Pflanzen. Berlins linearen Strukturen von Eisenbahnanlagen sind hier schon eine gute Grundlage und umso schlimmer ist es, dass diese durch die aktuellen Planungen und Baumaßnahmen wie z.B. im Gleisdreieck oder entlang der „Schöneberger Schleife“ zerstört werden. Auch die Wasserwege, wie der Landwehrkanal ermöglichen solche Verbindungen, und auch hier sollten durch die Bauunterhaltung erhebliche Zerstörungen angerichtet werden.

Wir setzten uns vehement fĂŒr den Erhalt dieser Strukturen ein, deren Bedeutung auch durch das Landschaftsprogramm des Senats dokumentiert wird – aber leider halten sich weder Bezirke noch Senat an dieses Programm.
Wir setzten uns auch dafĂŒr ein, dass die vom Senat beauftragten Überlegungen und Konzepte zum Biotopverbundsystem veröffentlicht und allgemein diskutiert werden.

Als ein Beispiel fĂŒr den stadtspezifischen Artenschutz, ist der Schutz der GebĂ€udebrĂŒter wie der Mauersegler. Mehr...



Kontakt

Herbert Lohner

Referent fĂŒr Naturschutz

Telefon:
(030) 78 79 00-0

E-Mail: kontakt[at]BUND-Berlin.de

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