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BĂ€ume erhalten - eine Lobby fĂŒr Berlins BĂ€ume

Rund 400.000 StraßenbĂ€ume gibt es in Berlin, darĂŒber hinaus noch zahllose BĂ€ume in Park- und GrĂŒnanlagen, KleingĂ€rten, in VorgĂ€rten und Hinterhöfen – auch deshalb gilt die Stadt als die grĂŒnste Metropole Europas. Doch der Bestand ist gefĂ€hrdet: Jedes Jahr fallen zahlreiche BĂ€ume StĂŒrmen und Trockenheit zum Opfer oder werden von Insekten und Pilzen befallen. Oder sie gefĂ€hrden nach Auffassung der Verwaltungen die so genannte "Verkehrssicherheit": Diese hat zur Aufgabe, FußgĂ€nger oder Autos davor zu bewahren, von herabfallenden Ästen oder umstĂŒrzenden BĂ€umen verletzt oder beschĂ€digt zu werden. Dadurch werden immer wieder BĂ€ume vorbeugend radikal gestutzt oder gar gefĂ€llt. Weil der Stadt das Geld fehlt, können fehlende BĂ€ume aber oft nicht mehr ersetzt werden. DarĂŒber hinaus nehmen die Bezirke zunehmend keine privaten Baumspenden mehr an. Sie können oder wollen sich nicht einmal mehr die Pflege der jungen BĂ€ume leisten.

Hinzu kommt: Aus KostengrĂŒnden werden bereits seit Jahren Baumpflanz- und Pflegearbeiten in den Straßen und in den GrĂŒnanlagen oftmals nicht mehr von bezirkseigenen Angestellten erledigt, sondern als Auftrag an private Firmen vergeben. Das gĂŒnstigste Angebot erhĂ€lt den Zuschlag. Weil die Unternehmen – wie auch das Personal in den GrĂŒnflĂ€chenĂ€mtern - nicht unbedingt immer ĂŒber die erforderliche Qualifikation verfĂŒgen, werden viele BĂ€ume nicht fachgerecht beschnitten und versorgt.

BĂ€ume verbessern das Stadtklima

Außerdem erscheint es vielen Bezirken und privaten Bauherren vor allem bei grĂ¶ĂŸeren Bauarbeiten zu mĂŒhsam und zu teuer, BĂ€ume, die möglicherweise im Wege stehen, umfassend zu schĂŒtzen. Sie lassen sie lieber fĂ€llen und pflanzen anschließend unter UmstĂ€nden ein kleines BĂ€umchen neu. Der ökologische Wert eines solchen Jungbaumes ist mit dem eines großen Exemplars aber nicht zu vergleichen.

Der BUND fordert den Senat und die Bezirke auf, Verantwortung fĂŒr das Berliner StadtgrĂŒn und das Stadtklima zu ĂŒbernehmen und sich deutlich stĂ€rker als bisher fĂŒr den Erhalt der BĂ€ume und die QualitĂ€t der Baumpflege in der Stadt einzusetzen. Die Baumschutzverordnung darf nicht von Jahr zu Jahr verschlechtert werden, die Bezirke mĂŒssen viel stĂ€rker als bisher kontrollieren, dass sie auch eingehalten wird.

Der BUND Berlin ruft seit Jahren BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, Vereine und Unternehmen dazu auf, BĂ€ume zu pflanzen und zu schĂŒtzen und so ein Zeichen zu setzen fĂŒr ein grĂŒnes Berlin. Dabei wird er von verschiedenen Kooperationspartnern aus der Wirtschaft unterstĂŒtzt.



Kontakt

Herbert Lohner

Referent fĂŒr Naturschutz

Telefon:
(030) 78 79 00-24

E-Mail: lohner[at]BUND-Berlin.de

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Crellestr. 35
10827 Berlin

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