In Sachen Umwelt- und Naturschutz hat die CDU offenbar nicht viel zu bieten. Unter den von ihr im Wahlprogramm âDas muss sich Ă€ndernâ benannten 100 wichtigsten Problemen widmet die Partei unter der Ăberschrift âBerlin wird grauâ ganze vier Zeilen dem Naturschutz aber auch bei den anderen ökologischen Themen sieht es mau aus.
Klimaschutz - ohne Konzept
Bei der CDU kann Klimaschutz zwar die Wirtschaft unterstĂŒtzen und Berlin zu einem vorbildlichen Umweltstandort machen, aber dann fogt nicht merh viel. Die Solardachbörse soll verbessert werden und eine Klimaschutzrente Investitionen ermöglichen, was das an konkreter Politik bedeutet, ĂŒberlĂ€sst das Parteiprogramm jedoch der Phantasie seiner Leserinnen und Leser.
MobilitĂ€t - neue StraĂen und mehr ParkplĂ€tze
Verkehrsprobleme analysiert die Partei primĂ€r aus der Windschutzscheibenperspektive. StraĂenausbau und Neubau hĂ€lt sie fĂŒr die Lösung aller Probleme. Dementsprechend will sie die A 100 und die Tangentialverbindung Ost bauen. LĂ€rmbelastung scheint fĂŒr die CDU fast nur durch die Bahn und Flugverkehr verursacht zu sein. Daher will sie LĂ€rmschutzmaĂnahmen fĂŒr die Anwohner der Dresdner und Stettiner Bahn. Auch Luftbelastung durch Verkehr nimmt die Partei nicht wahr.
Tempo 30 sieht sie als Autofahrerschikane an und will das Tempolimit an HauptverkehrsstraĂen aufheben. AuĂerdem will sie mehr AutoparkplĂ€tze. Fahrrad- und Autoverkehr sollen getrennt, Radfahrer auf Velorouten auf Nebenstrecken verbannt werden. Wichtig scheint der Partei vor allem, dass der Autoverkehr flieĂt.
Beim öffentlichen Nahverkehr (ĂPNV) spielen ausschlieĂlich die Kosten eine Rolle. Durch straffes Management soll die BVG ihre Probleme in den Griff bekommen. Als Lösung der S-Bahn-Misere schlĂ€gt die CDU eine gröĂere Anzahl an WerkstĂ€tten und die zĂŒgige Ausschreibung fĂŒr neue S-BahnzĂŒge vor.
Naturschutz - StraĂenbaumprogramm und zwei neue GrĂŒnflĂ€chen
Die CDU fordert einen Sonderfonds zum Nachpflanzen von StraĂenbĂ€umen und will die GrĂŒnflĂ€chenĂ€mter mit mehr Personal und Materialmittel ausstatten. In stark verdichteten Stadtgebieten sollen zwei GrĂŒnflĂ€chen pro Jahr entstehen.
Fazit:
Umwelt- und Klimaschutz sind der Partei der âKlimakanzlerinâ offenbar nicht wirklich wichtig. Es fehlen Konzepte und Ideen. So ist der Traum von der autogerechten Stadt bei der CDU noch nicht ausgetrĂ€umt. Auch welche Herausforderungen, aber auch welche Chancen das Thema Klimaschutz bietet, ist der CDU offensichtlich nicht klar - das muss sich Ă€ndern!
Wahlprogramm "Das muss sich Àndern" (78 Seiten)