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13. September 2016

Berlin erhält erste Elternhaltestelle

BUND begrüßt „Haltestelle“ an der Reinhardswaldschule in Kreuzberg

Info 20 / Berlin, 13. September 2016: An der Reinhardswaldschule in Kreuzberg wurde die erste Berliner Elternhaltestelle eingerichtet und entsprechend beschildert. Zum ersten Mal wurde damit in Berlin das Zusatzschild „Elternhaltestelle“ aufgehängt, das von Brandenburg übernommen wurde und dort bereits erfolgreich im Einsatz ist.

An zwei Straßen in der Schulumgebung (Gneisenau- und Blücherstraße) sind nun morgens von 7 bis 9 Uhr mehrere Parkplätze mit einem eingeschränkten Halteverbot versehen. Eltern können dort kurz halten und ihre Kinder sicher aus dem Auto aussteigen lassen. Diese legen dann den Rest des Weges zu Fuß zurück.

Gabi Jung, Projektleiterin „Zu Fuß zur Schule“ beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin): „Ziel ist zwar, dass die Kinder zu Fuß, mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule kommen. Sollte das nicht möglich sein, bieten die Elternhaltestellen eine gute Möglichkeit, das morgendliche Autochaos vor der Schule zu vermeiden. Außerdem haben die Kinder dann doch noch etwas Bewegung vor dem Unterricht und legen einen Teil des Weges selbstständig zurück. Da vor Berliner Schulen häufig Verkehrschaos herrscht, sollten weitere Elternhaltestellen eingerichtet werden, wenn es geeignete Standorte im Umfeld der Schule gibt und das Ganze durch Öffentlichkeitsarbeit begleitet wird. Am besten ist die Einbettung in ein Gesamtkonzept wie an der Reinhardswald-Schule.“

Werner Munk, Schulleiter der Reinhardswald-Grundschule: „Wir freuen uns über die Einrichtung der Elternhaltestellen, die der Bezirk trotz des hohen Parkdrucks, der besonders in der Blücherstraße herrscht, eingerichtet hat. Wir hoffen, dass sie von den Anwohnern respektiert werden und dass sich die morgendliche Situation vor der Schule entspannt. Besonders freue ich mich über die Mitarbeit engagierter Eltern, die das Projekt tatkräftig unterstützen.“

Die Einrichtung erfolgte im Rahmen des Pilotprojektes „Schulisches Mobilitätsmanagement“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Sie ist eingebettet in ein umfangreiches Programm zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Weiterentwicklung der Mobilitätsbildung an der Schule. So wurde unter anderem ein neuer Schulwegplan sowie Informationsmaterial für die Eltern erstellt, eine Schulwegfibel erarbeitet, ein Mobilitäts-Projekttag durchgeführt die Situation zum sicheren Abstellen von Fahrrädern verbessert und die Radfahrprüfung in der Schulumgebung durchgeführt. Mitgewirkt haben neben dem Schulpersonal auch engagierte Eltern, die Polizei, das Bezirksamt, die Senatsverwaltung für Bildung, der BUND und federführend das Büro ‚verkehrskonzept‘ aus Aachen.


Für Rückfragen:
BUND-Pressestelle, Carmen Schultze    fon: (030) 78 79 00-12
Gabi Jung, BUND Berlin,                         fon: (030) 78 79 00 31
                                                             mobil: 0178-631 00 32





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