BUND fordert Berliner auf, Bäume zu wässern/ Jungbäume leiden extrem unter Trockenheit und Wärme
Info 23 / Berlin, 1. Juli 2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) ruft dazu auf, Berliner Bäume und Fassadenbegrünung zu wässern.
Bis vor wenigen Wochen waren die Wetterverhältnisse optimal für alle Gehölzanpflanzungen und die meisten Bäume zeigten ein selten kräftiges Wachstum. Im Juni hat es allerdings kaum geregnet, nun haben viele Bäume große Probleme. In der Berliner Region hat sich eine brisante Mischung aus periodischen Hitzetagen, Regenmangel und oft stark austrocknenden Winden zusammengebraut.
In dieser Situation kommen viele Gartenämter mit dem Wässern kaum hinterher. Es ist mit hohen Verlusten an Jungbäumen und Grün zu rechnen, wenn die Berliner Bevölkerung die Bezirke nicht beim Wässern unterstützt.
Ein Jungbaum sollte jetzt regelmäßig ungefähr drei Eimer bzw. Großkannen Wasser jeden zweiten Tag erhalten – bei der ersten Wässerung sogar das Doppelte. Bäume, die vor zehn Jahren gepflanzt wurden, konnten noch nicht genügend Wurzeln ausbilden, um ausreichend im Boden gespeichertes Wasser zu erreichen.
„Der BUND ruft zu den Eimern und Gießkannen, um besonders den jungen Straßenbäumen zu helfen. Dabei sollte auch Fassadenbegrünung wie Efeu, sowie Sträucher in Pflanzkübeln oder Fahrrandstreifen nicht vergessen werden“, so Christian Hönig, Baumexperte des BUND.
Grundsätzlich müssen die Bezirke besser ausgestattet werden, um Berlins Bäume und Grün zu erhalten. Leider können die Bezirke aus personellen und finanziellen Gründen keine ausreichende Bewässerung gewährleisten. Dabei wären das eine sehr gute Investitionen, denn nicht zuletzt hängt die hohe Attraktivität Berlins für Besucher und die Lebensqualität ihrer Bewohner auch von ihren Baumbestand und Grünflächen ab.
Für Rückfragen:
BUND-Pressestelle fon: (030) 78 79 00-12
Carmen Schultze mobil: 0179-593 59 12
Christian Hönig, BUND-Baumexperte fon: (030) 78 79 00-58