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24. April 2015

BUND: Kohlegewerkschaft IG BCE bekämpft Klimaschutz und nachhaltige Jobchancen

Info 8 / Berlin, 24. April 2015: Anlässlich der angekündigten Demonstration der Industriegewerkschaft Boden, Chemie und Erden (IG BCE) fordert der BUND Berlin die Gewerkschaften auf, sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen. Die Klimaabgabe aus dem Hause Gabriel - gegen die die fossilen Großkonzerne nun ihre Arbeitnehmer auf die Straße bestellen - ist ein überfälliger und dabei sozialverträglicher Schritt für ein Mindestmaß an Klimaschutz.

Die Aufgabe der Gewerkschaften wäre es eigentlich, zukunftsfähige Arbeitsmarktpolitik zu betreiben, die sich durch soziale und nachhaltige Programme auszeichnet. Lohnabhängige Arbeitnehmer dagegen vor den Karren der Kohleindustrie zu spannen, ist sicher keine zielführende Lösung für die Strukturprobleme der Region. Die fossile Energiewirtschaft steht vor den Problemen der Überalterung von Mensch und Maschine und mangelndem Nachwuchs bei den Fachkräften.

„Sich für die Eigeninteressen der klimaschädlichen Unternehmenspolitik einzusetzen, Panik zu verbreiten und sich der Zukunftssicherung zu verweigern, kann nicht die Aufgabe von Gewerkschaften sein. Gewerkschaften müssen darauf drängen, dass Politik und Großkonzerne endlich Verantwortung für die Arbeitnehmer, Natur und Gesellschaft übernehmen. Nachhaltige Strukturpolitik für die ostdeutsche Energieregion bietet den Menschen an den wirtschaftlichen Chancen der Energiewende teilzuhaben“, so Matthias Kruemmel, Klimaschutzreferent des BUND Berlin

Kurzfristig fehlen über 7000 Fachkräfte allein in der Branche der erneuerbaren Energien: während die Energiewende Wachstumsraten und Entwicklungspotential bietet, werden die Fachkräfte der Kohle und Atomindustrie nur noch für das Management der Folgeschäden relevant bleiben.

„Die Politik der Gewerkschaften ist mehr als kurzsichtig, solange sie die Schäden ausblendet und sich notwendigen Entwicklungen verweigert: Gesellschaftliche Kosten wie zum Beispiel Belastung des Trinkwassers, gesundheitliche Risiken durch Quecksilber und Feinstaub und natürlich ihre Verantwortung für den globalen Klimawandel muss sie sich stellen“, so Krümmel.
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Für Rückfragen:
BUND-Pressestelle, Carmen Schultze    fon: (030) 78 79 00-12
                                                           mobil: 0179-5 93 59 12
Matthias Krümmel, Referent für Klimaschutzpolitik                 
                                                             fon: (030) 78 79 00-63
                                                      





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