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23. Mai 2017

Klingenberg ist erst der Anfang - BUND Berlin mahnt schnellstmöglichen Kohleausstieg an

BUND: Kohle nur noch zum Grillen!

Info 11/ Berlin, 23. Mai 2017: Der BUND Berlin begrüßt die längst überfällige Schließung des Heizkraftwerks Klingenberg. In Klingenberg wurde Braunkohle aus der Lausitz (Welzow Süd) verfeuert, die nicht nur die Berliner Klimabilanz, sondern auch das Trinkwasser mit Sulfat belastet. www.rettet-unser-trinkwasser.de

Die Petition „Rettet-unser-Trinkwasser“ fordert daher die Regierungen von Berlin und Brandenburg zu einem Verzicht auf neue Tagebaue in Brandenburg auf. Der Symbolgehalt dieser Kraftwerksschließung geht aber noch weit darüber hinaus.
„Mit dem Ende der Braunkohle in Berlin stehen wir leider noch immer am Anfang des Kohleausstiegs. Wir müssen die Wärmeproduktion der Hauptstadt schnellstmöglich dekarbonisieren.“ sagt Christine Kühnel, Vorsitzende des BUND Berlin e.V. „Das Berliner Fernwärmenetz soll sich dabei nicht zu einem weiteren Absatzmarkt für fossiles Erdgas entwickeln, sondern endlich fit für die Energiewende und neue Beteiligungen gemacht werden“, so Kühnel.

„Der zivilgesellschaftliche Widerstand gegen die Braunkohle hat eine lange Berliner Geschichte, die nun beim Thema Steinkohle fortgeschrieben werden wird“, sagt Diane Le Naour, Sprecherin des BUND Arbeitskreises „Klima und Erneuerbare Energien (AK KLEE)“. „Wir rufen zusammen mit den vielen Berliner Akteuren dazu auf, Kohle nur noch zum Grillen zu verwenden – ansonsten werden wir weder landeseigenen, nationalen oder internationalen Klimazielen gerecht.“, so Le Naour weiter.


„Nur mit einem beschleunigten Kohleausstieg vor dem Jahr 2030 werden wir die Ziele erreichen, die sich der Senat in punkto Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben hat“, ergänzt Matthias Krümmel, Referent für Klimaschutzpolitik. „Die Energiewende ist dabei nur eine Problemstellung unter vielen. Gesundheitliche und soziale Aspekte müssen neben der Ingenieurskunst der Gegenwart eine Rolle spielen. Insofern stellt der Abschied von Klingenberg auch den überfälligen Aufbruch in eine neue Klimaschutzpolitik dar“, so Krümmel.

Für Rückfragen:

BUND-Pressestelle, Carmen Schultze    fon: (030) 78 79 00-12
Matthias Krümmel,
Referent für Energie- und Klimaschutzpolitik    fon: (030) 78790063





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