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14. Juli 2017

Schluss mit Einwegbechern

BUND unterstützt Berliner Initiative „Better World Cup“

Info 19 / Berlin, 14. Juli 2017: Am heutigen Freitag startet die Berliner Stadtkampagne, die noch mehr Kaffeetrinker*innen, Cafés, Kioske, Bäckereien und Tankstellen für Mehrweg beim Coffee to go begeistern will. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) ist Teil der „Better World Cup“ genannten Initiative. Er setzt sich gemeinsam mit dem Berliner Senat und einem breiten Bündnis von Partnern aus den Bereichen Umwelt und Wirtschaft für ein Ende der Pappbecherflut in der Hauptstadt ein.

„Machen Sie mit! Egal ob leidenschaftliche Kaffeetrinker*in oder –verkäufer*in, mit Mehrweg können Sie Ressourcen und Klima schützen und unnötige Abfallberge durch Papp- und Plastikbecher vermeiden“, fordert BUND-Abfallreferent Tobias Quast Unternehmen und Verbraucher zur Teilnahme auf. Unter www.betterworldcup.de können Kaffeebrüher*innen zeigen, dass sie dabei sind. Kaffeetrinker*innen können so schnell und einfach sehen, wo sie ihren Wachmacher umweltfreundlich aus Mehrweg bekommen.

Mit der Initiative soll der Senat ein bereits im Koalitionsvertrag formuliertes und durch einen Beschluss des Abgeordnetenhauses Anfang des Jahres untermauertes Ziel zur Einführung eines Berliner Mehrwegbechersystems umsetzen. Wichtig ist dabei, dass mit einem möglichst flächendeckenden Pfandsystem mit Rückgabemöglichkeiten überall in der Stadt, der Coffee to go aus Mehrweg attraktiv und nutzerfreundlich konsumiert werden kann. „Mit einem funktionierenden Pfandbechersystem für Coffee to go in der ganzen Stadt hat Berlin die Chance zu zeigen, dass Mehrweg nicht nur bei Getränkeflaschen die beste Wahl für die Umwelt ist“, so BUND-Abfallexperte Daniel Affelt.

Durch einen Preisvorteil von mindestens 20 Cent pro Kaffee gegenüber Einweg können weitere Anreize für den umweltfreundlichen Mehrweggenuss unterwegs geschaffen werden. Damit möglichst viele mitmachen, ist aus Sicht des BUND eine Kampagne notwendig, die kontinuierlich Händler*innen undVerbraucher*innen für das Problem sensibilisiert und zur Nutzung von Mehrwegbechern motiviert. Wesentliche Bestandteile müssen dabei neben der Kommunikation über soziale Medien, Presse und Plakate usw. vor allem auch die direkte Ansprache der Verbraucher*innen durch Aktionsstände zum Beispiel auf Kiez- und Straßenfesten in der Stadt sein.

460.000 Becher werden in Berlin pro Tag verbraucht und landen anschließend im Abfall. Die mit einer Kunststoffbeschichtung versehenen Pappbecher sind nur schwer recycelbar. Nach kurzer Nutzungszeit werden viele achtlos weggeworfen und vermüllen Straßen, Plätze und Grünflächen. Die übrigen landen fast alle in öffentlichen Mülleimern. Der dort gesammelte Abfall wird verbrannt. Die Rohstoffe sind verloren. Auf das Jahr gerechnet entsteht so eine nicht unerhebliche Menge Abfall, mit entsprechend hohen Umweltbelastungen bei der Herstellung und Entsorgung. Weil die Becher nicht recycelt werden, bedarf es für die Produktion immer wieder neuer Rohstoffe - das heißt Bäume müssen ihr Leben lassen und Öl muss gefördert werden. Jährlich entstehen so 83.000 Tonnen CO2-Emissionen alleine in Deutschland.

All dies lässt sich vermeiden, wenn auch beim Kaffee unterwegs konsequent auf Mehrweg gesetzt wird. Wer vor Ort im Café aus der Tasse trinkt, tut dies schon lange – die einfachste Lösung für einen umweltfreundlichen Kaffeegenuss.


FĂĽr RĂĽckfragen:

Tobias Quast, BUND-Referent fĂĽr Abfall- und Ressourcenpolitik
fon: (030) 78 79 00-55; 0177 / 33 99 658





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