Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Landesverband Berlin

Gärtnern ohne Pestizide

31. Juli 2019 | Artenvielfalt, BUNDzeit-Artikel, Garten, Gesundheit, Landwirtschaft, Streuobstwiese, Umweltgifte

98 Prozent der in Deutschland verkauften Pestizide gehen an gewerbliche Anwender. Aber auch die restlichen zwei Prozent sind für Artenvielfalt und menschliche Gesundheit eine Bedrohung. Deshalb lohnt es sich für Hobbygärnter*innen zu wissen, wie sie ihre Pflanzen ohne das Gift von Bayer und Co. vor unerwünschten Mitessern schützen können.

Handarbeit: Entfernen Sie störendes Beikraut mit Unkrautstecher, Fugenbürste oder Hacke. Blattläuse lassen sich einfach mit den Fingern von den Blättern streifen.

Barrieren: Spannen Sie mittels Drahtbögen feine Netze oder Vliese über Gemüsebeete, um sie vor Insekten zu schützen. Schnecken sperren Sie mit Zäunen aus, Kohlfliegen hindern Sie mit um die Stängel der Kohlpflanzen gelegten Kohlkragen daran, ihre Eier abzulegen. Zurückhaltung bitte mit Leimringen! Diese klebrigen Gürtel, die sich gegen den Frostspanner richten, töten auch „Nützlinge“ und sogar Vögel.

Nützlinge: Mit einer naturnahen Gartengestaltung (Totholz, Nisthilfen, Hecken, Wiesen, Teiche) bieten Sie Vögeln, Amphibien, Spinnen und Kleinsäugern gute Lebensbedingungen. Wenn diese sich ansiedeln, werden sie sich mit dem Vertilgen von „Schädlingen“ bei Ihnen revanchieren.

Pflanzenextrakte: Aus Wildkräutern und Kulturpflanzen (Kartoffeln, Rhabarber, Zwiebeln) lassen sich Brühen oder Tees zubereiten, die „Schädlingen“ den Appetit verderben.

Aussaat variieren: Eine frühe Aussaat kann dafür sorgen, dass Pflanzen empfindliche Entwicklungsstadien hinter sich haben, bevor ihre „Schädlinge“ auf den Plan treten. Auch flaches Säen und Pflanzen hilft, wenn dadurch Pflanzen früher ans Licht kommen und sich die kritische Jugendentwicklung verkürzt.

Ausführliche Informationen finden Sie im Ratgeber „Naturschutz beginnt im Garten“, zu erwerben im BUNDladen: www.BUNDladen.de

Dieser Artikel erschien in den BUNDzeit 2019/03.

 

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb