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BUND Landesverband Berlin

Ökotipp: Bioabfall sammeln

28. Januar 2019 | Abfall, BUNDzeit-Artikel, Garten, Lebensmittel, Zero Waste

Was kommt in die Biotonne – und was nicht?

Fast die Hälfte des in Berlin gesammelten Restmülls in den grauen Tonnen ist organischen Ursprungs. Das soll sich mit der flächendeckend einzuführenden Biotonne nun ändern. Aber was genau soll in den braunen Behälter?

So ziemlich alles, was in der Küche anfällt: Gemüse- und Obstreste (auch Zitrusfrüchte bzw. ihre Schalen), Eierschalen, Kaffeesatz (mit Filter), Tee (-beutel), Essensreste (auch gekochte), verdorbene oder ungenießbare Lebensmittel inklusive tierische Produkte wie Käse, Wurst, Fleisch und Fisch. Knochen und Gräten aber kommen besser in den Restmüll. Anders als bei der Restmüllverbrennung schadet es bei der Vergärung in der Biogasanlage nicht, wenn der Tonneninhalt feucht ist. Auch halbflüssige Speisereste wie Joghurt oder Eintöpfe dürfen in den Bioabfall – aber wie alles andere bitte ohne Verpackung!

Grünzeug vom Balkon und aus dem Garten darf und soll, sofern es keinen eigenen Kompost gibt, ebenfalls in die Biotonne: Grün- und Strauchschnitt (auch Mahd vom Rasen), Pflanzenreste, Schnittblumen und Laub. Größere Mengen Gartenabfall können Sie auch in den speziellen BSR-Laubsäcken entsorgen.

Was darf nicht in die Biotonne? Tabu sind Steine, Sand, Kies und Blumentöpfe (egal ob aus Plastik oder Ton). Das gilt auch für Textilien, Leder und behandeltes Holz. Auch wenn sie organischen Ursprungs sind, müssen sie in Altkleidercontainern bzw. im Sperrmüll entsorgt werden (aber vielleicht können einige dieser Dinge auch noch verschenkt, repariert oder recycelt werden; wie viele Möglichkeiten es dazu gibt, steht auf remap-berlin.de). Weiterhin in den Restmüll gehören Windeln, Staubsaugerbeutel, Kehricht, Asche und nicht biologisch abbaubares, zum Beispiel mineralisches Katzenstreu.

Um Geruchsentwicklung und Verschmutzung im Kücheneimer zu minimieren, empfiehlt es sich, ihn mit Zeitungspapier auszulegen bzw. das Biogut damit einzuwickeln. Küchenpapier und Zeitungen dürfen in Maßen mit in den Bioabfall, da sie Flüssigkeit binden und biologisch abgebaut werden. Das gilt aber nicht für sogenanntes Bioplastik, das keine positive Umweltbilanz hat und sich in der Biogasoder Kompostierungsanlage nicht abbaut. Sollten Sie den Abfall in einer konventionellen Plastiktüte sammeln, so entsorgen Sie sie bitte – je nach Verschmutzungsgrad – im Verpackungs- oder Restmüll, nachdem Sie den Bioabfall in die braune Tonne gegeben haben.

Mehr BUND-Tipps und Beratungsangebote zu Abfallfragen finden Sie auf www.berliner-abfallcheck.de

Dieser Artikel erschien in der BUNDzeit 2019-1. 

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