BUND Landesverband Berlin

Bilanz zur Aktionswoche "Zu Fuß zur Kita und zur Schule Berlin 2021"

04. Oktober 2021 | Autoverkehr, Fußverkehr, Zu Fuß zur Schule, Verkehrssicherheit

Hohe Beteiligung trotz Corona - Noch immer große Probleme bei der Verkehrssicherheit - Aktionstage reichen nicht!

Info 34/Berlin, 4. Oktober 2021: Zum Abschluss der bundesweiten Aktionswochen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ (20. 9.-1.10.21) zieht der BUND eine gemischte Bilanz für Berliner Kitas und Schulen.

Erfreulich ist die große Beteiligung von Kitas und Schulen an der Aktion „Zu Fuß zur Kita und zur Schule“. Trotz Corona haben sich auch in diesem Jahr wieder viele Kitas und Schulen gemeldet und wurden vom BUND Berlin unterstützt. Insgesamt mehr als 50 Schulen und 20 Kitas mit insgesamt rund 15.000 Kindern haben vielfältige Aktionen durchgeführt, um die mit dem elterlichen Bringeverkehr, dem sog. „Elterntaxi“, verbundenen Probleme anzugehen.

„Der schwere Verkehrsunfall mit einem „Elterntaxi“ vor einer Friedrichshainer Grundschule in der vergangenen Woche hat auf traurige Weise gezeigt, wie wichtig unsere Aktivitäten nach wie vor sind“, stellt Gabi Jung vom BUND Berlin fest. „Seit 2009 haben wir 240 Schulen unterstützt, die sichere und selbstständige Mobilität der Kinder zu fördern. Das ist etwa die Hälfte der Berliner Grundschulen.“ Ziel des BUND-Projektes ist aber auch, Eltern dazu zu bringen, ihre Kinder nicht mit dem Auto zur Kita oder Schule zu fahren. Neben Problemen der Infrastruktur stellen die Autos vor den Kitas und Schulens die größte Gefahr dar.

Aktionstage sind wichtig, reichen alleine aber nicht. Der BUND fordert deshalb den Senat und die Bezirke auf, endlich mehr zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Kita- und Schulwegen zu tun und die Anforderungen aus dem Mobilitätsgesetz zügig umzusetzen. „Immer mehr Eltern melden sich bei uns, weil Ampeln oder Zebrastreifen fehlen oder die Kinder wegen zugeparkter Überwege nicht sicher über die Straße kommen. Die Wege müssen komplett sicher gestaltet werden und Falschparken sowie überhöhte Geschwindigkeiten müssen konsequent geahndet werden. Sonst können wir Eltern nicht davon überzeugen, ihre Kinder zu Fuß zur Schule zu schicken.“

Eine kürzlich in Charlottenburg-Wilmersdorf durchgeführte Umfrage des Bezirkselternausschusses hat ergeben, dass Eltern die Verkehrssituation an mehr als 65% der Schulen als gefährlich oder sogar sehr gefährlich einschätzen.

Im Rahmen seines Projektes „Zu Fuß zur Kita und zur Schule“ berät der BUND Interessierte, die vor Ort Projekte  und Aktionen durchführen möchten. Auf Wunsch bekommen Berliner Kitas und Schulen kostenfreie Materialpakete zur Verfügung gestellt. Der BUND berät auch bei Fragen zur Verkehrssicherheit im Umfeld von Kitas und Schulen.

Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gefördert.

www.mobilitaetsbildung-berlin.de

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Für Rückfragen:

BUND-Pressestelle, Carmen Schultze      fon: (030) 78 79 00-12

                                                        mobil: 0179-593 59 12

Gabi Jung, BUND Berlin,                  fon: (030) 78 79 00 31. mobil 0178 - 631 00 32

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