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BUND Landesverband Berlin

Keine Baumfällungen an der Urania!

14. Februar 2019 | Artenvielfalt, Bäume, Stadtentwicklung, Stadtnatur

Info 5 / Berlin, 14.Februar 2019: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) fordert das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg auf, nicht vorschnell gesunde Bäume auf dem Mittelstreifen vor der Urania zu fällen. Es besteht kein akuter Handlungsbedarf. Die dort seit über 30 Jahren stehenden Bäume sollen die angemessene Präsentation des Kunstwerks „Arc de 124,5°“ behindern. Deshalb sollen mindestens acht dieser Bäume schnellstmöglich vor dem Beginn der gesetzlich geschützten Vegetationsperiode am 01. März gefällt werden.

„Die Vegetationsperiode zum Schutz von Tieren und Pflanzen beginnt im März und endet wieder im Oktober. Die Zeit bis dahin sollte genutzt werden, um alle Alternativen zu überprüfen und ein entsprechendes Handlungskonzept zu erstellen. Daran wird die deutsch-französische Freundschaft nicht zerbrechen.“ meint Christian Hönig Referent für Baumschutz. „Es bestehen mehrere Optionen, die alle noch nicht ausreichend überprüft worden sind. Der Mittelstreifen kann umgestaltet, die Bäume entsprechend gepflegt oder das Kunstwerk auch umgesetzt werden.“

Die Zahl der Straßenbäume in Berlin nimmt seit Jahren konstant ab. Allein in 2017 verlor die Stadt, alle Neupflanzungen mit eingerechnet, über 6.000 Straßenbäume davon allein 270 in Tempelhof-Schöneberg. Dabei sind die Straßenbäume wesentlich für die Anpassung der Stadt an den Klimawandel. Sie kühlen die Luft und beschatten Asphalt, Stein und Beton, damit diese sich nicht so stark aufheizen und nachts auch schneller wieder abkühlen.

„Im Vertrag von Aachen bekannten sich Frankreich und Deutschland auch zur Stärkung des Umwelt- und Klimaschutzes und insbesondere zu dem Übereinkommen der UN-Klimakonferenz in Paris. Es ist ein Unding in den Zeiten des Klimawandels, dass hier den Beteiligten, nach dem Sturm Xavier und dem Dürresommer, nicht Besseres einfällt, als zur Säge zu greifen und gesunde Bäume zu fällen. Ersatzpflanzungen auf dem Mittelstreifen machen das auch nicht besser. Sie füllen gerade mal die ohnehin bestehenden Lücken.“

Der Konflikt schwelt schon länger. Bereits als 2012 der Vorplatz der Urania umgestaltet und mehrere Eiben am Eingang entfernt wurden, scheint es Überlegungen gegeben zu haben, auch die Bäume auf dem Mittelstreifen fällen zu lassen. Damals hat die SPD einen Antrag eingebracht, alle Bäume vor der Urania zu erhalten.

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Für Rückfragen:
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Carmen Schultze                    mobil: 0179-593 59 12

Christian Hönig,                       fon: (030) - 78 79 00-58
Fachreferent für Baumschutz

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