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BUND Landesverband Berlin

Reparieren, tauschen, leihen, teilen und wiederverwenden

25. November 2016 | Abfall, Ressourcen & Technik

BUND Berlin fordert Stärkung nachhaltiger Konsummuster und Initiativen in der Stadt

Info 27/ Berlin, 25. November 2016: Anlässlich der diesjährigen Woche der Abfallvermeidung vom 19. bis 27. November 2016 appelliert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Berlin (BUND Berlin) an Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft, die Anstrengungen zur Reduzierung der Müllmengen deutlich zu verstärken. Das im rot-rot-grünen Koalitionsvertrag verkündete Leitbild „Zero Waste“ muss schnellstmöglich konkretisiert und konsequent umgesetzt werden. Dafür sollen insbesondere Reparatur, Wiederverwendung, gemeinsame Nutzung, ökologisches Produktdesign sowie das Bewusstsein für Qualität und Langlebigkeit gefördert werden.

Ein wichtiger erster Ansatzpunkt ist die Stärkung der zahlreichen ökologisch-sozial innovativen Initiativen zur Abfallvermeidung in der Stadt. Im Rahmen der „Trenntstadt-Kampagne“ werden Projekte zur Reduzierung von Verpackungsabfällen unterstützt. Für Initiativen wie Repair Cafés, Leihläden, Tausch- und Schenkmärkte mangelt es jedoch bislang an unbürokratischen Fördermöglichkeiten auf regionaler Ebene.
„Wir fordern die Einführung eines Förderfonds „Zero Waste“, aus dem das bürgerliche Engagement zur Abfallreduzierung dauerhaft und nachhaltig finanziert wird“, so BUND-Abfallexperte Tobias Quast, „Ziel muss sein, die zahlreichen vielversprechenden Ansätze in ihrer Reichweite und Wirkungskraft deutlich zu verstärken, um weite Teile der Stadtgesellschaft zu erreichen und zu ökologischen Konsummustern zu motivieren.“

Zur besseren Information und Sensibilisierung der Bürger*innen sind außerdem eine deutliche Intensivierung von Abfallberatung und Öffentlichkeitsarbeit nötig. Mit seinem Projekt „Berliner Abfallcheck“ leistet auch der BUND seinen Beitrag zur Verbraucheraufklärung und berät Berliner Haushalte zu ressourcenschonendem Konsumverhalten. Im Rahmen der Woche der Abfallvermeidung sind die BUND-Abfallberater auf dem „Heldenmarkt“ in der „STATION Berlin“ in der Luckenwalder Straße 4-6 in Kreuzberg aktiv. Am Stand des  BUND erhalten interessierte Besucher*innen am Samstag, dem 26. November von 10 bis 20 Uhr, und am Sonntag, dem 27. November von 10 bis 18 Uhr, wertvolle Tipps zur Müllreduzierung im Alltag.

Der BUND Berlin engagiert sich im Bereich Abfallvermeidung außerdem durch sein Repair Café: In der Regel am dritten Montag des Monats treffen sich Techniker, Bastler und Menschen, die ihren oft liebgewonnenen aber defekten Dingen eine zweite Chance geben wollen, zum gemeinsamen Reparieren in netter Atmosphäre. Das nächste BUND-Repair Café findet am 16. Januar 2017 (18 bis 21 Uhr) in der Crellestr. 35 in Berlin-Schöneberg statt. Anmeldung und weitere Termine auf www.repaircafe-schoeneberg.de.

Große Abfallmengen können auf den zahlreichen Berliner Baustellen eingespart werden. Mit Hilfe einer Baustoffbörse könnten viele überzählige und weiterhin nutzbare Materialien anderswo Verwendung finden, statt im Container zu landen. Aufwändig hergestellte Elektrogeräte und Möbel sollten ebenfalls möglichst lange genutzt und vor dem Wegwerfen bewahrt werden. Auf den BSR-Wertstoffhöfen muss daher vor dem Wurf in den Container die Wiederverwendbarkeit von Computer, Kommode und Co. geprüft werden. Weiterhin nutzbare Geräte und Möbel sollen ggf. aufbereitet und in einem Gebrauchtwarenkaufhaus weiter verkauft werden. Um unnötigen Verpackungsabfall zu reduzieren, sind Anreize zu Verkauf und Nutzung von Mehrweg und anderen ressourcenschonenden Verpackungen nötig. Der Verschwendung von Lebensmitteln soll durch Verbraucheraufklärung und Kooperationen des Einzelhandels mit Initiativen wie der „Berliner Tafel“ oder „foodsharing“ begegnet werden.

Mehr zum BUND-Projekt „Berliner Abfallcheck“ erfahren Sie unter www.berliner-abfallcheck.de. Wer eine intensivere Beratung im Haushalt möchte, kann sich für einen Hausbesuch der BUND-Abfall- und Energiesparberater unter der Telefonnummer 030 / 78 79 00 60 oder unter abfallcheck@bund-berlin.de anmelden. Die Abfall- und Energieberatung ist für alle Berliner*innen kostenfrei.


Das BUND-Projekt „Haushaltsnahe Abfallberatung“ wird von der  Stiftung Naturschutz Berlin aus Mitteln der Trenntstadt Berlin gefördert.

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Für Rückfragen:

Tobias Quast, BUND-Abfallexperte       
fon: (030) 78 79 00-55,
0177 / 33 99 658 

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