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BUND Landesverband Berlin

"Quo vadis Oder?“ – Perspektiven eines großen Flusses

Tagung | Artenvielfalt, Flüsse & Gewässer, Wasser

Tagung anlässlich des internationalen World Fish Migration Day (WFMD) oder „Welt-Wanderfischtag“

Wir Menschen nutzen und verändern die Flusslebensräume seit Jahrtausenden, um unsere Lebensqualität zu verbessern. Flüsse bieten vielfältigen Nutzen, wie beispielsweise Trinkwasserbereitstellung, Bewässerung, Abfallentsorgung, Schifffahrt, Landwirtschaft, Fischerei, Wasserkraft u.a.m. Heute erkennen wir auch den hohen Preis, den diese Nutzungen gefordert haben: Den Verlust an biologischer Vielfalt. Durch die Fragmentierung, die Veränderung von Abflussregimen, die Veränderung und den Verlust von Lebensräumen hat sich langfristig die Anzahl der Arten im und am Wasser reduziert und deren nutzbare Bestände gingen zurück, was heute das Ökosystem Fluss an den Rand des Kollapses bringt.

Der internationale World Fish Migration Day (WFMD) oder „Welt-Wanderfischtag“ versucht, auf den Artenverlust aufmerksam zu machen und in der Bevölkerung das Bewusstsein für die Einflussfaktoren, die auf wandernde Fischarten wirken, zu schaffen. Wanderfische sind die am meisten gefährdeten Fischarten weltweit. Viele Arten, wie Aal, Lachs, Forelle, Stör, Maifisch und Schnäpel sind auf den Wechsel vom Fluss ins Meer und wieder zurück angewiesen, um ihren Lebenszyklus zu schließen. Die Verbauung von Wanderrouten und der Verlust von Lebensraum sind die Hauptgründe für ihren Rückgang. Dieser Rückgang hat auch die Binnenfischerei hart getroffen und die Anzahl der Fischer dramatisch reduziert.

Naturschützer und Gewässerbewirtschafter arbeiten Hand in Hand, um Lösungen für die drängenden Probleme der Gewässernutzung zu finden. Unsere gemeinsame Verantwortung ist es, praktikable und dauerhafte Lösungen zu finden und umzusetzen, die lebendige und gesunde Flüsse erhalten helfen, deren Nutzung zu sichern sowie künftigen Beeinträchtigungen und einem weiteren Verlust an Biodiversität entgegenzuwirken. Mit diesem Ziel vor Augen möchten wir eine bessere Wissensbasis bei Anrainern und Aktiven schaffen, um das Engagement vor Ort zu stärken und gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft zu arbeiten.

Mit der Veranstaltung zum WFMD in Criewen am 21. April 2018 richten wir das Augenmerk auf die aktuelle Situation an und in der Oder - einem der letzten frei fließenden großen Flüsse Europas mit seinen großen Naturschätzen. Die Oder ist einer der wenigen Flüsse mit einer ausgeprägten Überflutungsaue. Hier befindet sich auch Deutschlands einziger Auen-Nationalpark. Die Oder hat eine mehr als 250-jährige Geschichte des Wandels hinter sich. Dieser Wandel hat bereits deutliche Spuren hinterlassen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ausbaupläne stellt sich die Frage: Quo vadis Oder? Wohin geht es mit Dir? Welche Möglichkeiten gibt es, die verschiedenen Anforderungen unter einem gemeinsamen Ansatz zu verbinden und gemeinsam für die Verbesserung der Ökologie und der Ökonomie zu kämpfen?

Das vollständige Programm finden Sie hier (PDF).


Mehr Informationen

Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung bei:
Fr. Susanne Joop, Sekretariat Abt. IV, IGB-Berlin,
E-Mail: susanne.joop(at)igb-berlin.de, Fax: 030 64181700

Die Teilnahmegebühr in Höhe von 15,00 € schließt das Mittagessen ein und ist vor Ort zu entrichten!  

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Termindetails

Startdatum:

21. April 2018

Enddatum:

21. April 2018

Uhrzeit:

10-16 Uhr

Ort:

Schloss Criewen, Park 1, 16303 Schwedt/Oder, OT Criewen

Bundesland:

Brandenburg

Veranstalter:

  • Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)
  • Deutscher Naturschutzring (DNR)
  • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
  • Naturschutzbund (Nabu)

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