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Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon

Foto: © Schubalu / PIXELIO.de

Zuerst die gute Nachricht: FrĂŒher war es noch schlimmer. Bis in die 90er Jahre, als technische Verbesserungen der Motoren zu greifen begannen, gab es in Berlin ernsthafte Probleme mit Benzol, Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid in der Luft. Die schlechte Nachricht ist, dass Feinstaub, Stickstoffoxide und Ozon die Luft immer noch stark verschmutzen.

Feinstaub

Hinter dem harmlosen Namen Feinstaub verbergen sich tödliche Gefahren: Staubpartikel, wegen ihres Durchmessers von weniger als 10 Mikrometer auch PM10 (particulate matter – partikelförmige Stoffe) genannt, gelangen ungehindert in die Lunge und können dort EntzĂŒndungen, Wucherungen, Asthma, Bronchitis und Krebs auslösen. Ultrafeine StĂ€ube finden sogar den Weg in die Blutbahn; mögliche Folgen: Herzinfarkt, Schlaganfall. UngefĂ€hr die HĂ€lfte der Feinstaubpartikel stammt aus dem Verkehr (die andere HĂ€lfte besteht aus Baustaub, Abgase aus Industrie und Heizungen). Vor allem PKW und LKW mit Dieselantrieb sind fĂŒr den Feinstaub verantwortlich, denn beim Verbrennen von Dieselkraftstoffen gelangen ultrafeine Rußpartikel in die Luft. Dazu gesellen sich Partikel aus Reifenabrieb und aufgewirbelter Straßenstaub. Kein Wunder, dass an Hauptverkehrsstraßen die grĂ¶ĂŸten Feinstaubbelastungen auftreten. In Berlin sind etwa 200 000 Menschen als Anwohner großer Straßen unmittelbar von hohen Feinstaubwerten betroffen.

Stickstoffdioxid

Stickoxide (NOx) entstehen bei der Verbrennung von fossilen Kraftstoffen, zum Beispiel beim Betrieb von Benzin- oder Dieselmotoren. Vor allem Stickstoffdioxid (NO2) schĂ€digt Bronchien und Lungen und verursacht Halsschmerzen und Asthma. FĂŒr die Pflanzenwelt ist der saure Regen ein besonderes Problem: Bei hoher Luftfeuchtigkeit entsteht aus NOx SalpetersĂ€ure (HNO3). Diese greift die BĂ€ume an BlĂ€ttern und, da sie den Boden ĂŒbersĂ€uert, Wurzeln an. Etwa vier FĂŒnftel des NO2-Ausstoßes in Berlin hĂ€ngen mit dem Verkehr zusammen.

Ozon

Unter Sonneneinstrahlung entsteht aus NOx Ozon (O3). GrundsĂ€tzlich ist Ozon erwĂŒnscht, allerdings nicht in ErdnĂ€he, sondern in der StratosphĂ€re, wo es die fĂŒr Menschen schĂ€dliche UV-Strahlung der Sonne absorbiert. Direkt ĂŒber dem Boden wirkt es jedoch giftig. Erhöhte Ozonbelastung fĂŒhrt zu Husten, Augenreizung, Kopfschmerzen und stört die Lungenfunktionen. Nicht nur Menschen und Tiere leiden unter den im Sommer erhöhten Werten, auch Pflanzen nehmen Schaden.

LuftqualitÀt in Berlin

Aktuelle Messwerte der Schadstoffe in der Luft sowie die Bilanzen zu den GrenzwertĂŒberschreitungen der letzten Jahre veröffentlicht die Senatsverwaltung fĂŒr Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Mehr unter www.umwelt.berlin.de...



Kontakt

Martin Schlegel

Referent fĂŒr Verkehrspolitik

Telefon:

(030) 78 79 00-17

E-Mail: mschlegel[at]BUND-Berlin.de

trifft sich wöchentlich donnerstags in der BUND-LandesgeschÀftsstelle. Verkehrspolitisch Interessierte sind jederzeit willkommen.

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Christian WiesenhĂŒtter, Stellvertr. HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der IHK Berlin:

„Wenn sich Berlin als lebenswerte, touristisch attraktive Stadt und gleichzeitig als wettbewerbsfĂ€higer Wirtschaftsstandort weiterentwickeln soll, dann Weiter ...


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