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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Erde,

was ist Normalität? Wie wir zurzeit leben, ist es bestimmt nicht. Aber nach der Corona-Pandemie alles wie zuvor wieder aufzunehmen und hochzufahren, kann es auch nicht sein.

Aber was ist "normal"? Ist es normal, wenn wir unsere Lebensgrundlagen zerstören? Wohl kaum, umso wichtiger, dass wir uns weiter für Klima-, Arten- und Ressourcenschutz einsetzen. Und wir sollten uns trotz oder gerade wegen Corona auf internationaler, nationaler und auf Landesebene für die notwendige ökologische und soziale Transformation einsetzen.

Auch wenn wir momentan fast alle mit der Eindämmung der Pandemie, dem Gesundbleiben oder dem wirtschaftlichen Überleben stark beschäftigt sind, ist der Fokus bei vielen aber auch dafür geschärft worden, was wirklich wichtig ist. Welche Menschen und Systeme garantieren, dass das Leben funktioniert: Gesundheitswesen, Wasserbetriebe, Lebensmittelproduzenten und -Handel, Energieversorger*innen, Kommunikationssysteme, Müllabfuhr, Verkehrsbetriebe und in der Stadt ganz wichtig eine ausreichende grüne Infrastruktur. Mehr dazu: www.Stadtbrauchtgruen.de

Das bedeuten für Berlin: Wir brauchen mehr Grün- und Naturflächen, mehr Platz für Fuß- und Radwege, mehr Mehrwegsysteme, mehr Busse und Bahnen, mehr Flächen- und Gebäuderecycling ...

Und bei den Wirtschafts- und Konjunkturprogrammen sollte es normal sein, dass Nachhaltigkeit im Vordergrund steht. Lesen sie dazu das BUND-Diskussionspapier "Investitionen in eine zukunftsfähige Wirtschaft".

Viel Spaß beim Lesen des aktuellen Newsletters und bleiben Sie gesund

wünscht Ihnen

Carmen Schultze
Presse und Öffentlichkeitsarbeit


 

Themenübersicht des BUND-Newsletters

  1. Berlin braucht wirkungsvolle "Charta für das Stadtgrün"
  2. Aktion "Bäume gießen!"
  3. Regionale Strukturen unterstützen!
  4. Machen Sie mit: Meine Altglastonne soll bleiben! Fotoaktion und Petition
  5. Verpasste Chance: Öko-Kriterien gelten erst ab 10.000 € für Berliner Verwaltung
  6. Wegen Corona: Mehr Platz für Fußgänger*innen und Radfahere*innen
  7. Trotz Corona: Ideenwettbewerb für nachhaltiges Nachtleben
  8. Blog: Nachhaltig online einkaufen

  9. TERMINE: BUNDjugend: Online-Podium: Achtung ansteckend - Können wir trotz Corona noch demonstrieren?" - Zero-Waste Salon: Online-Workshops - Online-Vortrag: Das Berliner Ökokonto auf dem Prüfstand
 
1. Berlin braucht wirkungsvolle Charta für das Stadtgrün

Diese Woche hat der Berliner Senat seinen Entwurf zur „Charta für das Berliner Stadtgrün“ vorgelegt, der nun an den Rat der Bürgermeister zur weiteren Beratung geht. Mit der Charta sollen die lange vernachlässigte grüne Infrastruktur, die großen und kleinen grünen Freiflächen, die Wälder, Parks und Stadtbäume erhalten und ökologisch verbessert werden.

Damit die Absichtserklärungen der Charta nicht nur ein Papiertiger bleiben, fordert der BUND Berlin eine konsequente Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen zum Schutz und zur Weiterentwicklung der grünen Infrastruktur der Stadt.

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PS Bei der Unterschriftenaktion #stadtbrauchtgruen können Sie sich für die Natur in der Stadt einsetzen.

2. Mitmachen: Bäume gießen!

Der Klimawandel ist längst da. Auch jetzt schon beobachten wir wieder wesentliche Probleme mit ausbleibenden Niederschlägen und staubtrockenen Böden. Helfen Sie den Bäumen, indem Sie sie einmal die Woche mit 8 bis 10 Eimern Wasser gießen.

zur BUND-Aktion

Info zu Stadtbäumen in der Krise

 

3. Regionale Strukturen unterstützen!

Auch wenn diese Woche die ersten Lockerungen für den Handel beschlossen wurden, brauchen regionale Strukturen weiterhin große Unterstützung - lokal einkaufen hilft Unternehmen und der Umwelt.

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4. Machen Sie mit: Meine Altglastonne bleibt!

Haben auch Sie schon einen Brief erhalten, in dem die Umstellung der Glassammlung und der Abzug Ihrer Altglastonnen im Hof verkündet werden? Oder sind die Tonnen für Glas auf dem Grundstück Ihres Wohnhauses bereits verschwunden? Falls nicht, kann dies bald auch Sie treffen  – vor allem, wenn Sie außerhalb des S-Bahn-Rings wohnen. Mehr als ein Drittel der Glastonnen aus Berliner Hinterhöfen soll abgezogen werden.

Senden Sie uns Fotos an glastonne[at]bund-berlin.de !

Gesucht werden Bilder von übervollen Altglas Iglus oder Glasverpackungen im Restmüll. Wir wollen die Missstände in die Öffentlichkeit tragen und damit ein Zeichen für mehr Umweltschutz in Berlin setzen!

Unterschreiben Sie die Petition für den Erhalt und gegen den weiteren Abzug unserer Altglastonnen! Hier

Zur Aktion: Meine Altglastonne bleibt!

Aktuell: Eine Rückkehr der Glastonnen im Hof ist jetzt in Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick auf Anfrage des Hausverwalters/Vermieters möglich. Fordern Sie daher Ihre Tonnen zurück, wenn Sie in einem der drei Bezirke wohnen.

5. Verpasste Chance: Öko-Kriterien gelten erst ab 10.000 € für Berliner Verwaltung

Mit der Novellierung des Berliner Vergabegesetzes wird die Berücksichtigung sozialer und ökologischer Kriterien bei der Vergabe von Dienst- und Bauleistungen sowie dem Kauf von Produkten durch die Berliner Verwaltung gestärkt und ein höherer Mindestlohn festgelegt. Gut so, doch der Gesetzentwurf weist aus Sicht des BUND Berlin ein zentrales Manko auf: Die ökologischen Standards sollen erst ab einem Wert von 10.000 Euro bei Einkäufen und Vergaben der öffentlichen Hand gelten. Damit kann die Berliner Verwaltung weiterhin bei vielen Einkäufen vom Schreibpapier über Bürogeräte bis hin zu Reinigungsmitteln unterhalb dieser Wertgrenze zu klima- und umweltschädlichen Produkten greifen.

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6. Wegen Corona: Mehr Platz für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen

Um die Mobilität der Menschen in Berlin auch während der Corona-Pandemie zu gewährleisten und sicher sowie möglichst ansteckungsfrei zu gestalten, fordert das Bündnis „Straßen für alle“ ein berlinweites Netz an temporärer Radinfrastruktur, mehr Platz für den Fußverkehr sowie Tempo 30 an Hauptstraßen. 

Aktuell werden die ersten temporären Radstreifen eingerichtet. Wir hoffen, dass diese auch nach Corona bleiben.

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7. Trotz Corona: Ideenwettbewerb für nachhaltiges Nachtleben

Future Party Lab Ideenwettbewerb: Unterstützung für die Clubszene mit guten Ideen. Der Ideenwettbewerb bietet eine Bühne für innovative Lösungen und Konzepte, die zum Klimaschutz im Club oder auf Veranstaltungen drinnen sowie draußen beitragen. Teilnehmende können die Szene in der aktuell schwierigen Situation mit guten Ideen unterstützen.

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8. Blog: Nachhaltig online einkaufen

Worauf sollten wir beim Online-Einkauf achten, um auch hier nachhaltig zu handeln? Der Blogbeitrag bietet Wissenswertes zum Online-Handel, Links wie Online-Angebote von nachhaltigen Produkten zu finden sind oder worauf die Besteller*in bei den Händler*innen achten sollte. Zusätzlich gibt es einfache Tipps für Verbraucher*innen, um den Online-Einkauf nachhaltiger zu gestalten - auch in Nicht-Corona-Zeiten.

zum Blog

9. TERMINE: BUNDjugend:Online-Podium: Achtung ansteckend - Können wir trotz Corona noch demonstrieren?" - Zero-Waste-Salon: Online-Workshops "Zero Waste im Haushalt" und "Müllvermeidung im Alltag" - Online-Vortrag: "Berliner Ökokonto auf dem Prüfstand"

 

BUNDjugend: Online-Podiumdiskussion: Achtung ansteckend - Können wir trotz Corona noch demonstrieren?"

Mo., 27. April 2020 um 18.00 Uhr

Infos & Link zur Teilnahme: www.bundjugend-berlin.de/termin/demos-trotz-corona/

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betreffen auch viele demokratische Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit. Damit fehlt auch ein wichtiges Instrument für die Zivilgesellschaft, sich in politische Entscheidungsfindung einzumischen und Druck auszuüben.

Wir wollen darum mit Euch diskutieren, was die Versammlungsfreiheit in Zeiten von Corona bedeutet. Was sind die Kriterien, die abgewogen werden müssen? Mit uns diskutieren der innenpolitische Sprecher der Grünen, eine Sprecherin von Ende Gelände, ein Jurist sowie Vertreter der Jungen Union und der Jungen Liberalen. Wir freuen uns über Eure Fragen und Kommentare.

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Zero-Waste-Salon

1. Online-Workshop “Natron, Essig und Kernseife – Zero Waste im Haushalt entdecken”

am 28.04.2020, 16.30 Uhr

via ZOOM
https://us02web.zoom.us/j/82984656067?pwd=cjdwa2RXSWhmbU8wWk9kcHF1SkNsdz09

Meeting ID: 829 8465 6067
Password: 064542

Gemeinsam erleben wir, wie und was ganz einfach aus lediglich drei Hausmitteln selber herstellt werden kann. Fenja Sommer wird uns dabei auf eine kleine Entdeckungsreise mitnehmen ins Land der Selber-Mach-Möglichkeiten im eigenen Haushalt! 

Für den Workshop benötigt ihr: ein Päckchen Natron, Essig, Kernseife, optional ätherisches Öl, Zitronensäure, optional leere Sprühflasche außerdem Topf, Herd, Küchenreibe, Esslöffel, Sprühflasche, Messbecher, alte Eiswürfelform… 

Dauer: 45 min

 

2. Online-Workshop “Müllvermeidung im Alltag”

am 30.04.2020, 16.00 Uhr

Anmeldung unter: https://zoom.us/meeting/register/tZMpf-CvrTgt-t8PwVmmTc1vaAw-vLyyVw

Dieser Workshop findet im Rahmen des Zero Waste Salons sowie der Ausstellung „Untrennbar – über unsere Beziehung zum Ozean und der Natur“ statt. Auf spielerische Weise wird das Problem der Vermüllung unseres Planeten aufgezeigt, Schwierigkeiten werden erörtert und Lösungen erarbeitet. Teil des Workshops ist ein Wissensquiz, bei dem es auch etwas zu gewinnen gibt.

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Online-Vortrag: Das Berliner Ökokonto auf dem Prüfstand - Chance oder Risiko für die Stadtnatur?

Mo., 4. Mai, 18 Uhr

Wird irgendwo gebaut, muss die Natur dafür funktionsbezogen entschädigt werden: Wenn Bäume gefällt werden, müssen Bäume neu gepflanzt werden; wenn Wiesen asphaltiert werden, sollen versiegelte Flächen entsiegelt und zu Wiesen aufgewertet werden. Das war nicht immer so Praxis in Berlin. Mit einem Ökokonto soll der Ausgleich für Berlins Natur verbessert werden. Doch trägt das wirklich zu einer Verbesserung der Anwendung der Eingriffsregelung bei und wenn ja, welche Kriterien sind für das Gelingen des neuen Ökokontos wichtig und warum?

Diesen Fragen werden wir gemeinsam mit Manfred Schubert, Geschäftsführer der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN) auf den Grund gehen.

Anmeldung bei fehlenberg[at]bund-berlin.de. Sie erhalten dann kurz vor Vortragsbeginn die Zugangsdaten von uns per E-Mail.

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