Das ehemalige Coca-Cola-Gelände in Lichterfelde

Direkt am S-Bahnhof Osdorfer Straße in Steglitz-Zehlendorf liegt das Gelände der ehemaligen Coca-Cola-Niederlassung in Lichterfelde-Ost. Seit ihrer Schließung 1993 liegt das rund 25.000 m² große Areal brach. Etwa 12.000 m² davon sind heute ein offiziell ausgewiesener Wald. 

Die Fläche ist ökologisch besonders bedeutsam. Hier leben unter anderem Zauneidechse, Zwergfledermaus, Bachstelze, Grünfink, Haussperling, Amsel, Hausrotschwanz, verschiedene Grasmücken, Fitis, Meisen, Elster, Ringeltaube, Igel und Eichhörnchen. Damit ist das Gelände ein wichtiger Rückzugsort für zahlreiche Tierarten.

Zugleich erfüllt die Fläche eine zentrale Funktion für die Biotopvernetzung. Solche verbundenen Lebensräume ermöglichen den genetischen Austausch zwischen Tier- und Pflanzenpopulationen, erleichtern Wanderbewegungen und fördern die Wiederbesiedlung von Lebensräumen.

Auch für Boden, Wasser und Stadtklima ist das Gelände von großer Bedeutung. Eine Versiegelung würde die Versickerung von Regenwasser und die Grundwasserneubildung einschränken. Als bewaldete Fläche trägt das Areal außerdem zur Kühlung der Umgebung bei und unterstützt die Bildung von Kalt- und Frischluftschneisen. Der vorhandene Baumbestand bindet langfristig Kohlenstoff und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Wenn schon bauen, dann bezahlbar!

Nun sollen hier hochpreisige Reihenhäuser entstehen – Kaufpreis voraussichtlich rund eine Millionen Euro pro Haus. Bezahlbares Wohnen für die breite Bevölkerungsschichten ist dort nicht vorgesehen. Dabei ist der Standort mit dem S-Bahnhof Osdorfer Straße hervorragend angebunden. 

Die geplante Beseitigung von 1,2 ha Wald für Luxusbauten ist aus Sicht des BUND Berlin nicht vertretbar. Zudem ist der nördliche Bereich der Hildburghauser Straße laut Umweltatlas schon heute “nicht ausreichend mit öffentlichen Grünflächen versorgt”. (vgl. Umweltatlas) Der BUND Berlin sieht hier die Chance, durch effizientes Bauen den anhaltenden Wohnraummangel zu lindern und den verbleibenden Wald der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Am 28.04.2026 machen wir hierzu eine Dialogveranstaltung. 

Steckbrief zum Gelände

 

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