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BUND Landesverband Berlin

Kühlen ohne Klimaanlage

01. August 2018 | BUNDzeit-Artikel, Demografie, Energiewende, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Stadtentwicklung

So senken Sie die Temperatur in Ihrer Wohnung, ohne der Umwelt zu schaden.

Wer eine Klimaanlage betreibt, zahlt bis zu einem Drittel mehr für Strom. Nach Berechnungen des Umweltbundesamts verursacht ein Gerät mit einer Kühlleistung von sieben Kilowatt Kosten von 240 Euro, wenn es den ganzen Sommer über läuft. Der gute alte Ventilator braucht nur ein Zehntel der durchschnittlich für eine Klimaanlage mit Kältemitteleinsatz eingesetzten Energie.

Kühlen geht auch ganz ohne Strom: Feuchte Handtücher oder Laken senken die Temperatur in Wohnung, indem Verdunstungskälte entsteht. Wer im Einfamilienhaus wohnt, öffnet die Kellertüre und lässt kalte Luft in den Wohnbereich aufsteigen. Vorsicht bei der kalten Dusche: Die kühlt zwar im ersten Moment, lässt dann aber die körpereigene Wärmeproduktion anlaufen. Lauwarm duschen erfrischt länger.

Am besten sollte die Hitze erst gar nicht in die Wohnung kommen. Jalousien, Vorhänge und Fensterläden schützen vor Sonneneinstrahlung schützt, den stärksten Effekt erzielt ein außenanliegender Sonnenschutz, etwa eine Markise. Je heller die Oberfläche des Sonnenschutzes, desto mehr Sonnenlicht wird reflektiert und nicht in Wärme umgewandelt. Für schräge Dachfenster bieten sich reflektierende Schutzfolien an. Gelüftet wird nachts, wenn die Luft etwas kühler ist. Auch Pflanzen helfen bei der Verschattung: Kletterpflanzen vor der Fassade, Bäume im Garten, Pflanzen auf dem Balkon.

Und innerhalb der Wohnung sollte so wenig Wärme produziert werden wie möglich. Ist irgendwo eine Glühbirne an? Anders als moderne LED-Leuchten produzieren sie vor allem Wärme, nämlich bis zu 95 Prozent der Energie, die sie umsetzen. Computer und Unterhaltungselektronik sollten immer an einer ausschaltbaren Steckerleiste hängen, damit ihre Wärmeproduktion trotz fehlender Ausschaltmöglichkeit am Gerät auf Null sinkt. Ein heißer Sommer ist eine gute Gelegenheit, unnötige Standby-Funktionen aufzuspüren und stillzulegen.

 

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