BUND Landesverband Berlin

Plastikfasten

02. März 2022 | Abfall, BUNDzeit-Artikel

Kunststoffdiät ab Aschermittwoch

Foto: Ingrid Taylar, www.creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0

Wenn an der Nordseeküste tote Eissturmvögel gefunden werden, dann haben 95 Prozent von ihnen Plastikstücke im Magen, im Schnitt 34 Einzelteile beziehungsweise 0,31 Gramm. Auf den menschlichen Magen hochgerechnet sind das 31 Gramm. Welchen Anteil Deutschland an den etwa zehn Millionen Tonnen Plastikmüll hat, die jährlich neu in die Weltmeere gelangen, lässt sich nicht beziffern. Dass er gegen null geht, wie oft behauptet wird, erscheint sehr unwahrscheinlich. Denn Deutschland exportiert nicht nur plastikhaltige Produkte in alle Welt, sondern auch Plastikabfall.

Keine Frage, der Kunststoffverbrauch muss weniger werden. Und zwar deutlich. Deshalb ruft der BUND wie in den Vorjahren zum Plastikfasten auf. Unsere Bitte: Gönnen auch Sie sich eine Plastikdiät zwischen Aschermittwoch und Ostern!

46 Tage, null Gramm Plastik

Können sechseinhalb Wochen ohne Kunststoff eine der drängendsten Gegenwartsfragen, die Vermüllung des Planeten und seiner Meere, wirklich lösen? Es ist zumindest ein guter Einstieg. Plastikfasten ist die Gelegenheit, das eigene Einkaufs- und Verbrauchsverhalten zu analysieren und im sozialen Umfeld zu diskutieren. An welchen Stellen bedeutet das Vermeiden von Plastik überhaupt Verzicht? Braucht es wirklich jede Verpackung? Welche Alternativen gibt es zu plastikhaltigen Waren? Bedeutet Mehrweg tatsächlich mehr Aufwand?

Niemand, die*der sich ernsthaft mit diesen Fragen beschäftigt, wird nach Ostern wieder in die alten Konsummuster zurückfallen. Machen Sie mit und helfen Sie, den Ausstieg aus dem Einwegplastik zum großen Thema zu machen!

www.BUND.net/plastikfasten

Dieser Artikel erschien in der BUNDzeit 2022-2.

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