Umwelt(un)gerechtigkeit in Zahlen

10. August 2026 | BUNDzeit-Artikel, Gesundheit, Gesellschaft, Umweltgerechtigkeit, Wasser

Der Berliner Umweltatlas zeigt, welche Wohngebiete am meisten unter Hitze leiden

Was die Hitzewelle im Juni 2026 gebracht hat
Neuer deutschlandweiter Hitzerekord: 41,7 °C in Coschen (Brandenburg)
Neuer Berliner Hitzerekord: 39,9 °C in Tempelhof
Heißester Juni seit Beginn der Messungen in 9 europäischen Ländern

Wie viel mehr Menschen über 65 in den Jahren 2017–2021 gegenüber 2000–2004 durch Hitze gestorben sind
Weltweit: 85 %

Wie viele Menschen jährlich in Deutschland hitzebedingt gestorben sind
2017: 1.500
2018: 8.400
2019: 7.000
2020: 3.900
2021: 1.800
2022: 4.700
2023: 3.000
2024: 3.000

Wie viele Menschen in Deutschland 2026 bislang hitzebedingt gestorben sind
Bis einschließlich 28. Juni: 5.210

Wie viele Menschen in Berlin von Umweltungerechtigkeit betroffen sind
Fünffache Belastung*: 24.229
Vierfache Belastung: 196.799
Dreifache Belastung: 682.754
Zweifache Belastung: 700.806
Einfache Belastung: 1.012.458
Keine Belastung: 1.261.054
*Fünffache Belastung bedeutet: Wohnort mit schlechten Werten bei Hitze, Versiegelung, Lärm, Abgasen und mit sozialer Benachteiligung

Wer wie viel für Grundwasser zahlt
Entnahme in Berlin (Zweck egal): 31 Cent/m³
Für Trinkwasserförderung in Brandenburg: 10 Cent/m³
Für industrielle Prozesse in Brandenburg: ? Cent/m³ *
Für Bergbau in Brandenburg: 0,0 Cent/m³
Für Landwirtschaft in Brandenburg: 0,8 Cent/m³
*unbekannt, weil Verträge geheim

Wie viele Menschen keinen angemessenen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben
Weltweit 2,2 Mrd.

Quellen: kachelmannwetter.com, Weltwetterorganisation (WMO), Weltgesundheitsorganisation, (WHO), Robert-Koch-Institut, Senatsumweltverwaltung (Berliner Umweltatlas, 2023/24), BUND (Recherche Wasserentnahmeentgelte in den Ländern, 2025), BUND/Heinrich-Böll-Stiftung (Wasseratlas 2025)

Dieser Artikel erschien in der BUNDzeit 3/2026. Mehr zum Schwerpunktthema Umweltgerechtigkeit:

Gutes Leben für alle: Konsequenter Umwelt- und Naturschutz ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit
Zankapfel Wasser: Die Novellierung des Brandenburger Wassergesetzes
„Wir Bürger*innen nutzen acht Prozent des Wassers, Red Bull 92 Prozent“: Interview mit dem Ressourcen-Bündnis Baruth
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