BUND Berlin fordert Wohnungsbau und Uferrenaturierung an der "Spreeküste"

05. August 2025 | Bauen, Stadtnatur, Stadtentwicklung, Flächenschutz

Planungen müssen nach Grundstücksverkauf in Rummelsburg an Berliner Bedarfen ausgerichtet werden

Foto: SenStadt (DL-DE->Zero-2.0)

Berlin, 5. August 2025: Nachdem Projektentwickler Archigon den Großteil seiner Flächen an der Köpenicker Chaussee nahe des Kraftwerks Klingenberg in Rummelsburg an den Immobilieninvestor Uwe Fabich verkauft hat, steht das Projekt „Spreewerk“ vor einem Neustart. Bisher waren Bürotürme und -riegel vorgesehen mit einer Geschossfläche, die rund einem Viertel der Gesamtbebauung des Potsdamer Platzes entspricht. Der BUND Berlin lehnt diese Planungen ab. Sie sind Teil des Entwicklungsprojekts „Spreeküste“, das sich bis Treptow-Köpenick auf die Flächen des ehemaligen Funkhauses Nalepastraße zieht, die bereits in Eigentum von Uwe Fabich stehen.

Dazu erklärt Verena Fehlenberg, Referentin für Stadtnaturschutz des BUND Berlin:
Büroflächen stehen in großem Umfang in Berlin leer. Wohnungen werden dringend gebraucht. Wohnungsbau darf nur noch auf bereits versiegelten Flächen stattfinden. Die ehemaligen Industrieflächen am Spreeufer in Rummelsburg und Oberschöneweide wären daher in unseren Augen ideal dafür. Dafür müsste im Flächennutzungsplan ein Mischgebiet ausgewiesen werden, was auch die Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg bereits mehrheitlich gefordert hatten.

Baumasse und Versiegelungsgrad müssen deutlich reduziert werden. Die ökologischen und stadtklimatischen Auswirkungen der bisherigen Planungen wären fatal. Die Spree als vielfältiger Natur- und Erholungsraum mit Wald und Wasser muss erhalten werden. Ein 50 Meter breiter Uferstreifen muss von Bebauung freigehalten werden, eine weitgehende Renaturierung des Uferbereichs erfolgen. Das Beispiel dafür liegt direkt angrenzend im Südteil der Rummelsburger Bucht, wo Naturschutz und Naherholung in vorbildlicher Weise miteinander verbunden worden sind.“

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