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BUND Landesverband Berlin

Klimaschutz im Gesundheitswesen

12. Juni 2019 | Gesundheit, Klimaschutz, Nachhaltigkeit

Gesünderes Klima für die Erde und im Krankenhaus - BUND qualifiziert Klimamanager*innen in dreijährigem Projekt KLIK green

Info 19 / Berlin, 12. Juni 2019: Der BUND Berlin e.V. setzt mit dem Projekt KLIK green weitere Akzente für den Klimaschutz im Gesundheitswesen. In Zusammenarbeit mit der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und dem Universitätsklinikum Jena wird das Ziel verfolgt, deutschlandweit 250 Krankenhäuser und Reha-Kliniken als Teilnehmer zu gewinnen und 100.000 Tonnen CO2 zu vermeiden. Der BUND Berlin qualifiziert dazu Klimamanagerinnen und Klimamanager in den teilnehmenden Einrichtungen. Ein regionaler Schwerpunkt liegt in Berlin und Brandenburg.

Durch den voranschreitenden Klimawandel erkranken immer mehr Menschen, eine Tatsache, die wenig Beachtung findet. Diese Tendenz bewirkt, dass sowohl die Ansprüche an medizinische Betreuung als auch der Verbrauch von Energie und Material steigen. Umweltschädliches Wirtschaften im Dienstleistungssektor Gesundheit treiben die bedrohliche Erderwärmung voran und sorgen für knappe Personalressourcen. Einsparungen kommen also dem Klima und den Arbeitsbedingungen gleichermaßen zu Gute.  

Im Vorgängerprojekt KLIK erwirkten die bisher teilnehmenden Kliniken hohe Einsparungen insbe-sondere in den Bereichen Lüftung, Heizung, Beleuchtung und Nutzerverhalten. Im Mittelpunkt stand, technische Anlagen an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. In diesem Zusammenhang reduzierten die Häuser zum Beispiel die Betriebszeiten der Lüftung in OP-Räumen, indem sie Präsenzmelder installierten. Sie aktivierten den Nachtmodus von Beleuchtung in Treppenhäusern und im Eingangsbereich. Die Einrichtungen sparten Heizenergie, etwa durch die Regulierung der Raumtemperatur. Die 50 beteiligten Krankenhäuser sparten 9 Millionen Euro in einem Zeitraum von 3 Jahren. Gleichzeitig vermieden sie 34.500 Tonnen klimaschädliche Emissionen.

Darauf baut das Projekt KLIK green auf. Nicht nur, dass im Nachfolgeprojekt 250 Häuser Klimaschutz einbinden. Innovativ sind des Weiteren zu Beginn festgelegte Klimaschutzziele und eine verstärkt bereichsübergreifende Verankerung in interne Abläufe. Darüber hinaus kommen auch kleinere Einrichtungen zum Zug und neben Energie stehen Mobilität, Verpackungen sowie Lebensmittel auf der Agenda. Das Projekt bietet Orientierung, Vernetzung und Hilfe bei der Fördermittelbeschaffung. So funktioniert Klimaschutz selbstständig als fester Baustein neben Patientenversorgung und stärkt medizinische Kernaufgaben. KLIK green setzt eine Bewegung in Gang, die Gesundheitsland-schaft und Politik aktiviert.

„Wir müssen jetzt handeln und schnelle Ergebnisse erzielen. Gesundheitseinrichtungen leisten dazu einen wesentlichen Beitrag, da sie als technisch anspruchsvolle 24-Stunden-Betriebe mit strengen Hygieneauflagen unter besonderem Druck stehen, aber gleichzeitig viel Einsparpotenzial besitzen“, so Projektleiterin Annegret Dickhoff, beim BUND Berlin auch für das Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ verantwortlich.

Die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums fördert das Vorhaben mit 816.000 Euro, um den Klimaschutzplan 2050 zu unterstützen. Darin setzt sich die Bundesregierung das Ziel, bis 2030 eine Treibhausgasminderung von mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu erreichen und den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen.  

Die Registrierung zur Teilnahme an KLIK green hat am 01. Mai 2019 begonnen und erfolgt über die Internetseite www.KLIK-Krankenhaus.de. Das Projekt endet am 30.04.2022.


BUND Berlin e.V.
Eva Loy
Projektmitarbeiterin für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Crellestr. 35                
10827 Berlin                     
E-Mail: loy(at)bund-berlin.de
Tel.: 030 787900-48

 

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