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Ein robuster Hitzeaktionsplan ist für Berlin keine Option mehr, sondern eine existenzielle Notwendigkeit. Wir fordern den Senat auf, sofort und mit großzügigen Budgets die Umsetzung der wichtigsten Maßnahmen anzugehen.
Berlin ist längst Hotspot des Klimawandels in Mitteleuropa: Die Sommer werden heißer, die Hitzebelastung extremer. Die Stadt, verdichtet und versiegelt, wirkt wie ein Brandbeschleuniger für den urbanen Hitzeinseleffekt. Eine akute Bedrohung, die bereits heute deutlich mehr Menschenleben fordert als Verkehrsunfälle.
Die Anzahl der Hitzetage mit 30 Grad Celsius oder mehr hat sich seit den 1950er Jahren fast verdreifacht, Prognosen gehen von weiteren Steigerungen aus. Gar nicht einkalkuliert dabei ist der anhaltende Verlust von grünen Flächen und Bäumen, der für eine weitere Zunahme tropischer Nächte sorgen dürfte, in denen Temperaturen nicht unter 20 Grad Celsius sinken.
Ein effektiver Hitzeaktionsplan konzentriert sich auf die akute Krisenbewältigung und den direkten Schutz vor Hitzeschäden. Er ist ein lebensrettendes Instrument für die unmittelbare Gefahr. Er unterscheidet sich grundlegend von einer umfassenderen Klimaanpassungsstrategie und erfordert eigene, substanzielle Budgets, die sowohl in den Bezirken als auch gesamtstädtisch verausgabt werden.


