Vorbildliches Bürger*innen-Engagement in der Kreuzberger Graefestraße: Beete statt Parkplätze. Foto: Sebastian Petrich
Damit das Stadtgrün wachsen kann, muss meistens erst das Stadtgrau weichen. Wie Entsiegelung konkret funktioniert, was Sie als Flächeneigentümer*in beachten müssen, was Entsiegelung einerseits kostet und andererseits spart, wo es Genehmigungen und Förderungen gibt, weiß die Regenwasseragentur: www.regenwasseragentur.berlin/entsiegelung
Die kleinen, unversiegelten Flächen rund um die Straßenbäume erfreuen sich großer Beliebtheit als Beete. Grundsätzlich ist Baumscheibenbegrünung eine wunderbare Sache. Wenn Sie einen Minigarten neben einem Straßenbaum anlegen wollen, sollten Sie unbedingt ein paar Dinge beachten: Sprechen Sie die Bepflanzung mit dem Straßenund Grünflächenamt ab, bearbeiten Sie den Boden bis maximal zehn Zentimeter Tiefe, damit die Baumwurzeln nicht beschädigt werden, tragen Sie kein Pflanzsubstrat auf und achten Sie darauf, dass der Wurzellauf am Stamm nicht mit Erde bedeckt ist – andernfalls droht Fäulnis. Jungbäume, erkennbar an einer Holzstütze, sind tabu, weil sie keine Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe in ihrer Nähe haben sollen. Mehr Details unter www.BUND-berlin.de/baumscheibe
Damit die Straßenbäume Trockenzeiten überstehen, brauchen sie unsere Hilfe. Falls Sie in Ihrer Nachbarschaft Bäume gießen wollen: Spendieren Sie ihnen einmal pro Woche acht bis zehn Eimer pro Baum, damit die Baumscheibe richtig durchtränkt ist. Um Trinkwasser zu sparen, nutzen Sie am besten eine Straßenpumpe. Gießtipps und Pumpenstandorte unter www.BUND-berlin.de/giessen
Wandbegrünung hat enorme positive Effekte. Im Sommer kühlt sie, im Winter schützt sie Fassaden vor Wind und beschert der Bewohnerschaft somit niedrigere Heizkosten. Für Wände über zehn Meter kommen Efeu, Knöterich und Wilder Wein in Betracht. Bei geringeren Höhen auch Waldreben, Kletterhortensie, Geißblatt, Hopfen, Kletterrosen, Spalierobst und Brombeeren, um nur ein paar zu nennen. Ein bisschen Erde brauchen die Wurzeln der Kletterpflanzen aber schon: mindestens 40 mal 60 Zentimeter Breite und 60 Zentimeter Tiefe.
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Dieser Artikel erschien in der BUNDzeit 3/2025. Mehr zum Schwerpunktthema Flächenschutz:
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