Tempo 30 retten

05. November 2025 | Autoverkehr, BUNDzeit-Artikel, Fußverkehr, Fahrrad, Verkehrssicherheit, Zu Fuß zur Schule


Besonders viel kann der Senatsverkehrsverwaltung die Sicherheit von Kindern nicht wert sein. Sonst hätte sie nicht an 23 Hauptverkehrsstraßen, an denen bislang zur Abgasreduzierung Tempo 30 galt, wieder 50 km/h als Höchstgeschwindigkeit angeordnet – ohne dabei zu berücksichtigen, dass etliche davon auch Schulwege sind.

Eine dieser Hauptverkehrsstraßen ist die Albrechtstraße zwischen Neuer Filandastraße und Robert-Lück-Straße/Berlinickestraße (Nähe S-Bahnhof Steglitz). Weil sich im Umkreis von 500 Metern mehrere Kitas und Schulen befinden, bewegen sich hier werktags Hunderte Kinder. Manche kreuzen die Albrechtstraße zu Fuß oder auf dem Fahrrad, andere radeln auf der stark befahrenen Straße – und das ohne Radweg (warum es hier keinen gibt, ist eine andere interessante Frage). 

Damit nicht erst ein Kind verunglücken muss, bevor die Behörden handeln, sammelt das Netzwerk Schulwegsicherheit Unterschriften für die Wiedereinführung von Tempo 30 auf der Albrechtstraße. Dieser Einwohnerantrag braucht mindestens 1.000 Unterschriften, um bei Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf eingebracht zu werden. Unterzeichnen dürfen alle, die mindestens 16 Jahre alt sind und ihren Hauptwohnsitz im Bezirk haben. 
Trifft das auf Sie zu? Dann machen Sie mit: 

Unterschreiben Sie jetzt für Tempo 30 auf der Albrechtstraße!

Fragen zur Unterschriftensammlung? netzwerk.st-ze(at)schulweg.info

Download der Unterschriftenlisten

Für alle Nicht-Stegliz-Zehlendorfer*innen: Selbstverständlich können Sie nach demselben Muster einen Einwohnerantrag in Ihrem Bezirk stellen. Fordern Sie Tempo 30 an Hauptstraßen, die stark genutzte Schulwege sind! rbb-Überblick der 23 Straßenabschnitte, auf denen Tempo 30 ganz oder teilweise aufgehoben wird

Dieser Artikel erschien in der BUNDzeit 4/2025. Mehr zum Schwerpunktthema Verkehr:
Der Kampf um die Straße: Getrieben von reinem Populismus verhätschelt der Berliner Senat den Autoverkehr
Wie man Autoverkehr sät: Berlin und Brandenburg bauen neue Straßen, als gäbe es weder Klimakrise noch Spardruck
„Es kommt auf die Infrastruktur an“: Unfallforscherin Kirstin Zeidler im Interview
Diese Eichen dürfen nicht weichen: Spaziergang durch die von der TVO bedrohte Wuhlheide
Ökotipp: Querungshilfen vorschlagen
Verkehr in Zahlen

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb