Foto: BUND Berlin/Nicolas Šustr
Berlin, 18. August 2025: Täglich leiden Hunderttausende unter der Unzuverlässigkeit der Berliner Bahn-Infrastruktur. Besonders massiv sind die Probleme derzeit auf den S-Bahn-Gleisen der Stadtbahn, der zentralen Ost-West-Achse des Netzes.
Dazu erklärt Gabi Jung, Geschäftsführerin des BUND Berlin: „Wir haben bereits mehrfach erlebt, mit welcher Vehemenz CDU-Verkehrssenatorin Ute Bonde gegen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung oder sichere Radinfrastruktur vorgeht, wenn sie der Auffassung ist, dass der Autoverkehr dadurch ausgebremst wird. Auch für den schnellen Abriss und Neubau der Autobahnbrücken der A100 am Dreieck Funkturm hat sie sich ins Zeug gelegt.
Wir erwarten, dass Bonde nun beim Betreiber DB InfraGO auch solche Entschlossenheit zeigt. Das am Mittwoch turnusmäßig anstehende Treffen der Senatorin mit Bahn-Verantwortlichen zur Berliner S-Bahn muss klare Verabredungen zur Folge haben, wie kurzfristig die Signale, Stellwerke und Weichen zuverlässiger gemacht werden können. Es kann nicht sein, dass Berlin sich abspeisen lässt mit der Perspektive, dass bis 2035 die Technik erneuert wird und bis dahin das Chaos an der Tagesordnung ist.
Ein stabiler öffentlicher Nahverkehr mit ausreichend Kapazität sowie eine sichere Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr sind der größte Liebesdienst, den Ute Bonde allen Berlinerinnen und Berlinern erweisen kann, auch denen, die mit dem Auto unterwegs sind. Die Unzuverlässigkeit von S-Bahn, BVG und Regionalverkehr treibt jedoch die Leute zurück hinter das Lenkrad. Damit wachsen Umweltbelastung, Verkehrsgefahren und Stau.“
Kontakt:
Gabi Jung, Geschäftsführerin BUND Berlin, jung(at)bund-berlin.de


