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Mit dem Wärmeplanungsgesetz (WPG) hat der Bundesgesetzgeber die verpflichtende kommunale Wärmeplanung eingeführt. Auf dieser Grundlage beschloss der Berliner Senat am 16. Juni 2026 den von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) erarbeiteten „Berliner Wärmeplan 2026“. Der BUND Berlin begrüßt, dass damit erstmals eine gesamtstädtische Grundlage für die Wärmewende in Berlin vorliegt.
Den Anforderungen einer sozial gerechten und wirklich ökologischen Wärmewende, die konsequent auf 100 Prozent erneuerbare Energien setzt, wird der Plan in zentralen Bereichen jedoch trotzdem bislang nicht gerecht. Der BUND Berlin stellt folgende Forderungen auf, die im weiteren Text näher erläutert werden:
- Erhöhung und finanzielle Absicherung der energetischen Sanierungsrate
- Systematische Verknüpfung energetischer und sozialer Daten zur gezielten Förderung von Sanierungen und zur Verhinderung von Verdrängung
- Unverzügliche Erfassung und Veröffentlichung der technischen und wirtschaftlichen Potenziale aller lokalen Umwelt- und Abwärmequellen
- Nachweis der technischen und finanziellen Machbarkeit einer vollständigen Dekarbonisierung vor weiterem Ausbau und Verdichtung der Fernwärmenetze
- Vorlage transparenter, quartiersbezogener Gesamtkostenvergleiche von Fernwärme, Nahwärme und dezentralen Lösungen für alle Wärmeversorgungsgebiete
- Frühzeitige, transparente und koordinierte Planung des Ausstiegs aus dem Gasverteilnetz mit paralleler Sicherstellung einer verlässlichen erneuerbaren Wärmeversorgung
- Verbindliche Finanzierung der Umsetzung des Wärmeplans im nächsten Landeshaushalt einschließlich ausreichender Personal- und Sachmittel insbesondere für die Bezirke
- Verbesserung der Planungs- und Genehmigungsverfahren durch klare Zuständigkeiten ohne Absenkung der Umwelt- und Naturschutzstandards
- Offenlegung der Planungsdaten, Stärkung der Transparenz und echte Beteiligung der Bevölkerung, um Vertrauen und Akzeptanz zu schaffen.
Der Berliner Senat muss die Wärmeplanung als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge mit klarer Verantwortung des Landes begreifen, als zentrale Aufgabe der nächsten Legislaturperiode verankern und eine zukunftsfeste, bezahlbare und klimaneutrale Wärmeversorgung für alle Berliner*innen bis 2045 sicherstellen.


