Stellungnahme zur Flächennutzungsplan-Änderung für Windkraftanlagen

11. Juli 2025 | Artenvielfalt, Flächenschutz, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Stadtentwicklung, Stadtnatur

Inhalt

Die Berliner Naturschutz-Verbände sind sich einig, dass Berlin seinen Beitrag zum Gelingen der Energie-Wende bringen muss. Doch die aktuelle Flächenauswahl des Senats gefährdet wertvolle Natur- und Waldgebiete. Die Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN) und der BUND Berlin fordern in ihrer Stellungnahme zur Änderung des Flächennutzungsplans „Windenergie in Berlin“ deshalb: Windkraft ja – aber, nicht im Wald oder in Schutzgebieten. In Berlin gibt es zahlreiche geeignete Flächen in ungenutzten Gewerbegebieten.

Nach Prüfung der vom Senat vorgeschlagenen Flächen hält die Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz nur zwei Standorte für geeignet:

  • Buchholz Nord (Pankow): Bereits heute stehen hier zwei Windräder auf einer Gewerbefläche zwischen A10 und A114. Die Fläche bietet weiteres Potenzial – allein hier könnten die bis Ende 2027 geforderten 223 Hektar bereitgestellt werden.
  • Ackerfläche bei Malchow (B 2): Auch hier stehen bereits Windräder. Die Fläche ließe sich über die Senatsvorschläge hinaus ausweiten.

Alle weiteren Vorschläge des Senats sind aus Sicht der Naturschutzverbände abzulehnen.

Die Stellungnahme der BLN (Berliner Landesarbeitsgemeinschft Naturschutz), des BUND (LV Berlin), des NABU (LV Berlin), der Baumschutzgemeinschaft Berlin, der GRÜNEN LIGA Berlin, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (LV Berlin), des Naturschutzzentrums Ökowerk Berlin, der NaturFreunde (LV Berlin) und der übrigen BLN-Mitgliedsverbände im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung zur Flächennutzungsplanänderung  erstellt und an die für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen übermittelt.

PDF Download (392.46 KB)

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb