Parks und Grünanlagen
Treptower Park
(Björn Obmann)
Parks und Grünflächen haben eine besondere Bedeutung für die Anwohner. Sie sind unsere natürlichen Klimanalagen, Orte für Ruhe, Begegnung und Erholung, zum Toben, Spielen und Bewegen. Für Wildtiere stellen sie oft die letzten Rückzugsräume in der Innenstadt dar. Das ist auch für uns Menschen wichtig. Ohne sie käme es zu einer zunehmenden Entfremdung von der Natur.
Jedoch auch Parks können schnell zur Projektionsfläche für Baufantasien werden. Wenn Berlin sein Ziel einer ausreichenden Versorgung mit Grünflächen für alle Bewohner*innen erreichen will, dann muss in der gesamten Stadt die Parkfläche vermehrt statt verringert werden.
Beispiel Tempelhofer Feld
Feldlerche: Rund die Hälfte aller Feldlerchen in Berlin lebt auf dem Tempelhofer Feld
(© Holger Reimann)
Trotz des Volksentscheids von 2014 könnte das Tempelhofer Feld Gesetz mit einer einfachen Mehrheit im Berliner Abgeordnetenhaus aufgehoben werden.
Genau das hat der Berliner Senat aktuell vor. Er plant eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes und hat im Rahmen eines Ideenwettbewerbs mehrere Entwürfe mit konkreten Bauvorschlägen entwickeln lassen.
Die Einzigartigkeit des Tempelhofer Feldes – das Zusammenspiel aus den artenreichen Wiesen im Zentrum, den Freizeitmöglichkeiten und den zahlreichen sozialen Projekten am Rand – wäre mit einer Randbebauung nicht mehr zu erhalten.


