BUND Landesverband Berlin

Humus statt Deponiemüll aus Windeln

12. Oktober 2022 | Abfall, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Stadtnatur, Zero Waste

Diesen Samstagnachmittag findet ein ungewöhnlicher Termin in Friedrichshain statt. Vor dem Nirgendwo-Umweltbildungszentrum in Trägerschaft des BUND Berlin wird ein Baum gepflanzt. So weit, so normal. Der dabei verwendete Humus stammt allerdings aus kompostierten Einlagen für Stoffwindeln. Im Rahmen eines Pilotprojektes vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und Zukunft Pflanzen e.V./DYCLE im August 2021 hatten 20 Familien die Möglichkeit, die vollständig kompostierbaren Einlagen zwei Wochen lang mit ihren Kindern zu testen. Die benutzten Windeleinlagen wurden dann abgegeben und zu Humus weiterverarbeitet, der als nährstoffreicher Boden vor Ort genutzt werden kann. Mit der Baumpflanzung schließt sich somit der Kreislauf: Nährstoffe gelangen zurück in den Kreislauf und ein neuer Baum wird wachsen und Früchte tragen. Gepflanzt wird eine Felsenbirne, die sich gut für den Standort eignet und sich in das lokale Ökosystem einfügt.

Noch bis vor wenigen Jahrzehnten war es völlig normal, mit Stoff zu wickeln. Anfang der Sechzigerjahre eroberte die Einwegwindel den US-Markt und kam mit rund 10 Jahren Verzögerung auch nach Deutschland. Die Folge: Inzwischen werden bei uns acht Millionen Windeln täglich entsorgt. Der dabei entstehende Müll kann nicht recyclet werden, denn die Mischung aus Superabsorber, Plastik und Ausscheidungen lässt sich nicht mehr trennen.

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