Berlin, 7. August 2025: Der Reparaturbonus Berlin war eine Erfolgsgeschichte. Nach wenigen Monaten waren die Zuschüsse für die Reparatur defekter Gegenstände jeweils ausgeschöpft. 2025 standen 1,25 Millionen Euro, die bereits im Juni komplett abgerufen worden waren. Doch im Doppelhaushalt 2026/2027 sind keine Mittel für eine Weiterführung des Projekts vorgesehen.
Dazu erklärt Tobias Quast-Malur, Referent für Abfall- und Ressourcenpolitik des BUND Berlin:
"Der Reparatur-Bonus ist ein äußerst erfolgreiches Instrument, wenn es um die nachhaltige Stärkung umweltbewussten Verhaltens geht. Durch die Förderung wird wieder klar, wie sehr sich Reparatur lohnt. Der Bonus gibt für viele Menschen den Anstoß, statt eines schnellen Neukaufs die Instandsetzung defekter Geräte überhaupt erst wieder ernsthaft ins Auge zu fassen.
In Berlin konnten in den letzten zwei Jahren fast 15.000 Menschen vom Reparatur-Bonus profitieren und ihre positiven Reparatur-Erfahrungen in ihrem Umfeld weitergeben. Der Bonus war jeweils nach wenigen Monaten ausgebucht. Das zeugt vom großen Erfolg des Programms. Neben den Verbraucher*innen und Umwelt profitiert auch das lokale Reparaturhandwerk - eine Win-Win-Win-Situation!
Um eine dauerhaft nachhaltige Wirkung erzielen zu können, darf der äußerst erfolgreiche Reparatur-Bonus nun nicht gleich wieder dem Sparzwang zum Opfer fallen. Wien, Österreich und Thüringen machen es vor: Sie haben das Programm bereits vielfach verlängert und ausgedehnt. Berlin sollte diesen Beispielen folgen.
Übrigens auch im Sinne eines effizienten Einsatzes von Haushaltsmitteln: Erst vor einem Jahr ist mit dem Online-Portal der IBB die nötige technische Infrastruktur für die Einreichung und Abwicklung von Reparatur-Bonus-Anträgen geschaffen worden. Diese nun bereits nach wenigen Monaten nicht mehr weiter zu nutzen, wäre auch aus finanzieller Sicht nicht sinnvoll."


