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BUND Landesverband Berlin

Kohle nur noch zum Grillen

11. August 2017 | Klimaschutz, Lebensmittel, Nachhaltigkeit, Suffizienz, Wälder

Wie grillen wir nach dem Kohleausstieg?

Muss man auf das Grillen verzichten, um aus dem Braunkohletagebau auszusteigen? Eigentlich nicht, denn gegrillt wird in der Regel mit Holzkohle. Aber Vorsicht: Nur wo Holzkohle draufsteht, ist mit Sicherheit Holzkohle drin, denn immer gelangen besonders günstige „Grillkohle“ oder „Grillbriketts“ in den Handel, die Braunkohle enthalten. Die ist nicht nur in der Herstellung (Tagebau und „Veredelung“) eine unappetitliche Angelegenheit, sondern auch beim Verbrauch. Sie wird langsamer als Holzkohle heiß, setzt aber ein Vielfaches an Schwefel frei. Ob es sich bei Briketts um Braunkohle handelt, kann man an der Asche erkennen: Braunkohleasche ist nicht grau, sondern gelblich.

Aber Holzkohle ist nicht gleich Holzkohle. Nur der kleinste Teil der Holzkohle kommt aus heimischer Produktion, der überwiegende stammt aus Lateinamerika. Wie will man da ausschließen, dass es sich um Tropenhölzer handelt, dass man mit dem Kauf sogar die Zerstörung der Regenwälder unterstützt? Das FSC-Siegel (FSC steht für Forest Stewardship Council) bietet eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das verkohlte Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt.

Für das Klima ist allerdings die Frage, was auf dem Grill liegt, noch bedeutender als die nach der Kohle. Muss es ausschließlich Fleisch sein? Die Tierherstellung setzt schließlich erhebliche Mengen Treibhausgase frei.

Übrigens: Falls Sie die Forderung „Kohle nur noch zum Grillen“ teilen, können Sie ein T-Shirt mit diesem Slogan erwerben. Sie unterstützen damit die Arbeit des Arbeitskreises Klima und Energie (AK KLEE) beim BUND Berlin.

www.kohle-nur-noch-zum-grillen.de

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