BUND Landesverband Berlin
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Konserven herstellen

01. Oktober 2013 | Garten, Lebensmittel, Nachhaltigkeit

Wer es ernst meint mit der Ernährung gemäß saiso­naler Verfügbarkeit, hat zu Jahresbeginn nur eine begrenzte Auswahl frischen Gemüses. Wie gut, dass die Menschheit eine Reihe von Verfahren entwickelt hat, Lebensmittel haltbar zu machen.

Um Lebensmittel zu konservieren, gibt es viele Möglichkeiten. Sie reichen vom Wasserentzug (Zwiebeln, Knoblauch oder Pilze werden in der Sonne, Kräuter im Schatten, Apfel­ oder Birnenscheiben auf dem Kachelofen getrocknet; Nachteil: Vitamin C geht größtenteils verloren) über das Tiefkühlen (Vorteil: Vitamine bleiben einige Monate erhalten; Nachteil: äußerst energieaufwen­dig) bis zur Milchsäuregärung (besonders geeignet für Vitamin­ C-­Bomben wie Weißkohl, die zerkleinert und stark gesalzen nicht nur ihre Vitamine behalten, sondern auch neue, beispielsweise Vitamin B 12, entwickeln).

Zur Kürbissaison im Spätherbst bietet sich das Einko­chen an, denn welcher Ein-­ oder Zweipersonenhaus­halt kann schon die zwei Kilogramm Fruchtfleisch eines Hokkaidos auf einmal verarbeiten?

Um ein Kilo gewürfeltes und entkerntes Kürbisfleisch süßsauer einzulegen, bringt man 200 Milliliter Wasser, 200 Milliliter Apfelessig und 400 Gramm Zucker zum Ko­chen und gibt eine geschälte Ingwerknolle, eine Zimt­stange, ein paar Nelken und etwas Sternanis dazu.

Wer es weniger weihnachtlich möchte, nimmt stattdessen eine entkernte Chilischote und 3–4 geschälte Knob­lauchzehen. In diesem Sud werden die Kürbisstücke gegart, bis sie glasig und bissfest sind. Nun füllt man die Kürbiswürfel in ein sorgfältig gesäubertes Ein­machglas, gießt den weiter eingekochten und verdick­ten Sud durch ein Sieb dazu, so dass alle Würfel bedeckt sind.

Zum Sterili­sieren gibt man nun ein Küchenhandtuch und etwas Wasser in einen Bräter, stellt das Glas dazu und schiebt den Bräter bei 120 Grad für mindestens 20 Minuten in den Backofen.

Im nächsten Frühjahr lässt sich der eingelegte Kürbis mit den ersten frischen Kräutern zu einem schmackhaften Gemüsegericht zubereiten, falls er nicht schon vorher mit anderen Mixed Pickels auf dem Vorspeisenteller gelandet ist.

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